Tobias Strobl: Neuer Wolfsburg-Trainer mit klarem Plan
Tobias Strobl: Wolfsburgs neuer Trainer mit klarem Plan

Neuanfang in Wolfsburg: Tobias Strobl stellt sich vor

Der VfL Wolfsburg setzt beim Neuaufbau nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga erneut auf einen jungen Trainer. In der vergangenen Spielzeit ging dieser Plan zweimal schief. Dennoch sind die Verantwortlichen um Ex-Coach und Neu-Geschäftsführer Dieter Hecking überzeugt, mit dem 38-jährigen Tobias Strobl den richtigen Coach für die Mission Wiederaufstieg gefunden zu haben. Bei seiner Vorstellung sprühte Strobl vor Tatendrang und gewährte Einblicke in seine Gedankenwelt.

Die Verhandlungen

„Wir waren immer mal wieder im Austausch. Dann ist es natürlich cool, wenn sich so ein Club meldet. Wenn es konkreter wird, stehst du mit einem Lächeln auf und gehst mit einem Lächeln ins Bett. Als es dann geklappt hat, haben wir uns zu Hause schon ein Kaltgetränk aufgemacht“, verriet Strobl mit einem Augenzwinkern.

Seine Idee vom Fußball

„Eine gute Mannschaft zeichnet sich für mich dadurch aus, wie sie miteinander umgeht. Wenn es gut läuft, wenn es nicht gut läuft. Wenn die Kultur in der Mannschaft stimmt, dann kommt auch das Sportliche. Ich verfolge einen proaktiven Ansatz, der stark über den Ballbesitz, den effektiven Ballbesitz kommt. Nach Ballbesitz gilt es, schnell aktiv zu sein“, erläuterte der Trainer seine Philosophie.

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Das Scheitern von zwei jungen Trainern in der Vorsaison

Auf die Frage, ob ihn das Scheitern seiner Vorgänger verunsichere, antwortete Strobl selbstbewusst: „Mit der Vergangenheit habe ich nichts zu tun. Im Alltag fühle ich mich nicht mehr jung. Bald ist die 40 bei mir da, da freut man sich, wenn man noch als jung bezeichnet wird. Ich habe eine Erfahrung und durch die Erfahrung habe ich eine Klarheit, was ich will. Ich habe zwar noch nicht in der Zweiten Liga gearbeitet, aber ich habe 13 Jahre lang mit Gruppen, mit Mannschaften gearbeitet.“

Vergleiche mit Nagelsmann und Klopp

„Der erste Impuls ist schon: geil. Aber der zweite Impuls, die Realität, ist nein. Da bin ich meilenweit von entfernt. Ich will meine beste Version sein. Ich war drei Tage mit einem Trainerlehrgang bei Jürgen Klopp in Liverpool. Natürlich war das beeindruckend. Aber ich bin Tobi Strobl“, stellte er klar und winkte Vergleiche mit den prominenten Trainerkollegen ab.

Personalplanungen

„Wir haben eine Klarheit, was wir wollen. Und wir haben eine Klarheit, was wir brauchen. Und jetzt müssen die Spieler auch charakterlich zusammen und zum VfL passen“, betonte Strobl mit Blick auf den Kader für die kommende Saison.

Die Stimmung beim VfL Wolfsburg

„Da treffen natürlich zwei Welten aufeinander. Da der Verein, der gerade abgestiegen ist. Und da der Trainer, der gerade den Westfalen-Pokal geholt und sich ins Goldene Buch der Stadt Verl eingetragen hat. Was für mich auch etwas Besonderes war. Die Leute sind sich hier des Abstiegs bewusst, aber sie haben Bock auf etwas Neues. Und das gefällt mir“, zeigte sich Strobl optimistisch.

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