20 Dörfer ohne Trinkwasser: Iran berichtet von US-Angriffen auf Wasserversorgung
20 Dörfer ohne Trinkwasser nach US-Angriffen im Iran

Nach US-Angriffen im Süden des Irans ist die Trinkwasserversorgung für mindestens 10.000 Menschen unterbrochen. Staatlichen Angaben zufolge wurde eine Meerwasserentsalzungsanlage in der Küstenregion Dschask bombardiert, wie der Pressedienst der Regierung unter Berufung auf die Wasserwerke der Provinz Hormusgan berichtete. Betroffen sind demnach 20 Dörfer an der Küste.

US-Militär zielt auf militärische Infrastruktur

Das US-Militär greift nach eigenen Angaben gezielt Ziele im Süden Irans an, um dessen Fähigkeit zum Beschuss der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu schwächen. Bewohner und iranische Journalisten berichten in sozialen Medien jedoch auch von Angriffen auf zivile Einrichtungen, darunter Brücken, Straßen und kritische Infrastruktur. Angesichts von Temperaturen weit über 40 Grad sind Attacken auf die Wasserversorgung für die Bevölkerung besonders gravierend.

Augenzeugen berichten von schweren Explosionen

Der als Vahid bekannte Netzjournalist berichtete auf Telegram über massive Angriffe in der Hafenstadt Bandar Abbas, die seit Tagen bombardiert wird. „Gerade war eine schlimme Explosion zu hören, sodass die Fenster gewackelt haben. Die ganze Zeit ist das Geräusch von Kampfflugzeugen am Himmel zu hören“, zitierte der in den USA ansässige Journalist einen Bewohner.

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Iranische Angriffe auf Kuwait und Saudi-Arabien

Auch der Iran soll beim Angriff auf mehrere Ziele in verschiedenen Golfstaaten unter anderem eine Meerwasserentsalzungsanlage getroffen haben. Das meldet Kuwait. Der iranische Angriff verursachte nach Angaben des Strom- und Wasserministeriums einen Brand in einem Bestandteil des Kraftwerks. Mehrere Produktionseinheiten seien daraufhin außer Betrieb genommen worden. Zudem seien vorsorgliche Maßnahmen eingeleitet worden. Auch Saudi-Arabien löste in mindestens zwei Regionen Luftalarm aus.

Drohung gegen Öl- und Gasexporte treibt Preise

Die iranische Revolutionsgarde drohte zudem, solange die US-Angriffe anhielten, werde kein Öl und Gas mehr aus der Region exportiert werden können. Die Sorge vor Lieferausfällen hatte die Ölpreise am Freitag um mehr als vier Prozent auf den höchsten Stand seit über einem Monat nach oben getrieben.

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