Teheran – Der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chomeini (56), hat in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung Rache für den Tod seines Vaters Ali Chamenei angekündigt. Der erwartete erste öffentliche Auftritt des Mullahs blieb aus. Stattdessen drohte er mit Vergeltung durch „freie Gruppen auf der ganzen Welt“.
Rache für „das reine Blut der Märtyrer“
In seiner Rede, die bei der Trauerfeier für seinen Vater verlesen wurde, sprach Chomeini von „Rache für das reine Blut der Märtyrer“. Er betonte: „Das reine Blut des gemarterten Anführers und aller Märtyrer an den kriminellen und in Ungnade gefallenen Mördern wird gerächt.“ Die Vergeltung sei unabhängig von seiner Person oder der Existenz einzelner Funktionäre. „Ob wir es sind oder nicht – diese Angelegenheit wird passieren“, ließ er verlauten.
Aufruf an Terror-Milizen weltweit
Chomeini rief „freie Gruppen auf der ganzen Welt“ dazu auf, ihren Teil dieser „göttlichen Mission“ zu erfüllen. Der Iran terrorisiert den Westen seit Jahrzehnten durch Stellvertreterorganisationen wie die Hamas oder die Hisbollah. Zudem legt das Regime durch eine militärische Blockade der Straße von Hormus seit Monaten den Handel nach Europa lahm.
Unklarer Zustand des neuen Führers
Ali Chamenei (86) wurde am ersten Tag des Iran-Kriegs (28. Februar) getötet, ebenso ein Großteil seiner Familie. Modschtaba überlebte wohl nur durch Zufall. Sein Zustand ist völlig unklar: Unbestätigten Berichten zufolge hat er mindestens ein Bein verloren, andere Gerüchte besagen, er liege im Koma oder sei sogar verstorben. Seit seiner Wahl zum neuen Staatsoberhaupt wurde er öffentlich nicht gesehen.
US-Drohungen und israelische Aufdeckung
US-Präsident Donald Trump (80) hatte nach dem geplatzten Waffenruhe-Deal neue Angriffe auf den Iran befohlen. Auf „Truth Social“ drohte er mit einer „kompletten Zerstörung“ des Iran, sollten die Mullahs erneut versuchen, ihn umzubringen. Ein iranischer Anschlag wurde zuletzt vom israelischen Geheimdienst aufgedeckt.



