Linksextreme legen Bahnstrecke Köln-Düsseldorf mit Brandsätzen lahm
Brandsätze legen Bahnstrecke Köln-Düsseldorf lahm

Die wichtige Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln ist seit Freitag komplett gesperrt. Grund sind Brandsätze, die in Kabelschächten gezündet wurden. In Sicherheitskreisen geht man von Sabotage aus. Die Deutsche Bahn spricht von „immensen Schäden“ und kann keine Prognose abgeben, wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann.

Bekennerschreiben auf linker Plattform aufgetaucht

Auf der linken Plattform indymedia.org erschien ein mutmaßliches Bekennerschreiben. Als Verfasser wird die linksextremistische Gruppe „Kommando Angry Birds“ genannt. Darin heißt es, die Gruppe sei verantwortlich „für die Sabotage der Bahnstrecke nördlich von Leverkusen“. Die Täter hätten Brandsätze in einem großen Kabelschacht an der nordöstlichen Ecke der Wupperbrücke und in einem schmaleren Schacht deponiert.

Als Motiv nennt die Gruppe ein „Massensterben“ durch die „technologische Eskalation“, das aufgehalten werden müsse. In Sicherheitskreisen geht man davon aus, dass das Schreiben echt ist. Ein technischer Defekt als Ursache für den Böschungsbrand gilt als wenig wahrscheinlich. Über das Bekennerschreiben hatte zuerst der „WDR“ berichtet.

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Ermittlungen des Staatsschutzes

Ein Sprecher der Polizei Köln bestätigte auf Anfrage, das Bekennerschreiben sei bekannt. Es werde ermittelt, ob es authentisch sei. Auch werde geprüft, ob es Zusammenhänge zu anderen Delikten gebe. Der Staatsschutz der Kölner Polizei hatte bereits am Freitag die Ermittlungen übernommen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) hatte schon vor einem Jahr vor dem „Kommando Angry Birds“ gewarnt. „Die hat in den letzten Jahren im Raum Düsseldorf schon mehrfach sabotiert“, sagte Reul Anfang August 2025.

Gruppe schlug schon mehrfach zu

Die linken Chaoten des „Kommandos Angry Birds“ hatten vor etwa einem Jahr auch einen Anschlag auf die Bahnhauptstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg für sich reklamiert. Auch dort waren im Juli 2025 Brandsätze gezündet worden. Tagelang war die wichtige Strecke gesperrt.

Anfang Januar dieses Jahres bekannte sich die Gruppe zudem zu einem versuchten Anschlag auf ein Umspannwerk in Erkrath bei Düsseldorf. Der Anschlag schlug fehl. Weitere Taten der Gruppe umfassen Anschläge auf Telekommunikationsmasten in Langenfeld/Erkrath und einen Tunnelbrand an der Autobahn 46.

Unklar, wann die Züge wieder fahren

Einen Tag nach dem Brand war noch unklar, wann der gesperrte Abschnitt Düsseldorf – Köln wieder freigegeben wird. Am Samstagmittag sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn, es könne aktuell keine Prognose abgegeben werden, wann die Strecke wieder befahren werden könne. Im Nah- und Fernverkehr kommt es wegen der Sperrung zu Umleitungen und Verspätungen und zum Ausfall einzelner Züge.

Die Ermittlungen würden mit hohem Aufwand geführt, seien aber nicht ganz einfach, weil es sich nicht um eine festgefügte Gruppe handele.

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