Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist tief in der amerikanischen Nacht ein letztes Mal in ihrem WM-Quartier in Winston-Salem eingetroffen. Der Charterflug landete nach der 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay in der ersten K.-o.-Runde auf dem kleinen Stadtflughafen Smith Reynolds Airport in North Carolina. Die DFB-Elf musste das Quartier viel zu früh räumen – das Aus kam bereits im Achtelfinale.
Nagelsmann kehrt als einer der Ersten zurück
Bundestrainer Julian Nagelsmann verließ als einer der ersten den Flieger und ging mit seinem silbernen Rollkoffer über das Flugfeld. Trotz des frühen Ausscheidens schloss er einen Rücktritt aus. Mit der DFB-Elf kehrten auch Verbandspräsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig nach Winston-Salem zurück.
Entscheidung über Nagelsmanns Zukunft steht an
Das Trio muss nun entscheiden, ob Nagelsmann tatsächlich im Amt bleiben und seinen bis zur EM 2028 datierten Vertrag erfüllen darf. Nach den letzten WM-Enttäuschungen 2018 und 2022, als jeweils nach der Gruppenphase Schluss war, waren Joachim Löw und Hansi Flick als Bundestrainer noch im Amt geblieben. Diesmal steht Nagelsmann jedoch stärker in der Kritik, da das Team trotz hoher Erwartungen früh gescheitert ist.
Die Rückkehr nach Winston-Salem markiert das Ende einer enttäuschenden WM-Kampagne. Die Mannschaft hatte sich nach einer starken Qualifikation viel vorgenommen, scheiterte aber an der mangelnden Effizienz im Elfmeterschießen. Nagelsmann selbst zeigte sich kämpferisch: „Ich stehe zu meiner Verantwortung und werde weiterarbeiten.“
Verbandsspitze unter Zugzwang
Die Entscheidung über Nagelsmanns Verbleib wird in den kommenden Tagen fallen. Neuendorf, Völler und Rettig müssen abwägen zwischen Kontinuität und dem Druck der Öffentlichkeit. Ein Rücktritt des Bundestrainers wäre die erste Konsequenz nach einem WM-Aus seit 2018.



