EU erschwert ukrainischen Männern Flucht – F-16 abgestürzt, viele Tote
EU erschwert Flucht für Ukrainer – F-16 abgestürzt

Die Europäische Union hat einen Beschluss gefasst, der ukrainischen Männern im wehrfähigen Alter die Flucht vor dem Krieg in Deutschland und anderen Mitgliedsländern erschwert. Künftig profitieren sie nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, wie ein Sprecher nach einer entsprechenden Entscheidung des Rates der Mitgliedstaaten mitteilte. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Mobilisierung in der Ukraine und dem Bedarf an Verteidigungskräften.

Absturz eines ukrainischen F-16-Kampfjets – Pilot rettet sich

Die Ukraine hat einen ihrer wertvollen westlichen Kampfjets vom Typ F-16 bei der Verteidigung des eigenen Luftraums verloren. Die Maschine sei abgestürzt, als sie feindliche Flugobjekte abfing, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. „Vorläufigen Informationen nach gab es eine Notfallsituation an Bord, der Pilot musste sich per Schleudersitz retten“, heißt es in der Mitteilung. Der Pilot ist demnach wohlauf, am Boden gab es keine Schäden oder Opfer. Unklar ist bisher, ob die Maschine in einen Luftkampf mit russischen Jets verwickelt war oder versuchte, heranfliegende Raketen oder Drohnen abzuwehren. Die Ermittlungen zur Ursache wurden aufgenommen, berichtet der ukrainische „Kyiv Independent“. Die Ukraine hatte nach langem Werben bei westlichen Partnern 2024 die ersten F-16 erhalten. Der Verlust jeder einzelnen Maschine wiegt schwer, da die Ukraine sie nicht selbst produzieren kann und bis heute noch nicht alle der rund 80 versprochenen Maschinen eingetroffen sind. Fünf Maschinen sind bei riskanten Einsätzen bereits abgestürzt, drei Piloten kamen ums Leben.

Mindestens acht Tote nach russischen Angriffen

Die Ukraine wurde erneut Ziel einer massiven russischen Angriffswelle. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beschoss Russland die Ukraine mit mehr als 70 Raketen und über 280 Drohnen. Dabei kamen mindestens acht Zivilisten ums Leben, mehr als 30 wurden verletzt. In einem Vorort der südlichen Stadt Krywyj Rih traf eine Rakete das Wohnhaus einer Großfamilie: sechs Tote, darunter zwei Kinder im Alter von fünf und zwölf Jahren, sowie acht Verletzte. Besonders schwer getroffen wurde Lwiw, wo 22 Marschflugkörper einschlugen, zwei mehrstöckige Wohnhäuser beschädigten und mindestens 30 Menschen verletzten. In Kyjiw und dem Gebiet Poltawa gab es zwei Todesopfer. Selenskyj hatte am Mittwoch vor einem unmittelbar bevorstehenden schweren russischen Luftangriff gewarnt. „Die Russen haben vor einigen Tagen einen massiven Angriff vorbereitet, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Angriff heute Nacht ausgeführt wird“, schrieb er auf X.

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Ukraine meldet erfolgreiche Angriffe auf russische Tanker

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben vier russische Tanker im Schwarzen und im Asowschen Meer angegriffen. Die Tanker seien getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohnen-Einheiten, Robert Browdi, auf Telegram mit. In den vergangenen drei Wochen seien insgesamt 205 Tanker getroffen worden – 130 im Asowschen und 75 im Schwarzen Meer.

Ukrainische Ermittler durchsuchen über 100 Rekrutierungszentren

Das Staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine (DBR) hat gemeinsam mit dem Generalstab die Operation „Ehrliche Einberufung“ gestartet. In mehr als 100 regionalen und lokalen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentren (TCC) finden Durchsuchungen statt. Ziel ist es, rechtswidrige Praktiken, Menschenrechtsverletzungen und Amtsmissbrauch aufzudecken. Ermittler prüfen mögliche Korruptionssysteme, bei denen Mitarbeiter gegen Bezahlung halfen, die Mobilisierung zu umgehen, Wehrpflichtige unrechtmäßig aus dem Militärregister zu streichen oder gefälschte Dokumente auszustellen. Auch mögliche Gewalt und Folter von Wehrpflichtigen werden untersucht.

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Polen meldet unbekanntes Flugobjekt – Ukraine: Marschflugkörper

Im polnischen Luftraum wurde in der Nacht ein unbekanntes Objekt entdeckt, das Richtung Westen flog. Die mutmaßliche Absturzstelle fand man nahe des Dorfes Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin. Polen hatte zuvor wegen massiver russischer Angriffe auf die Ukraine Kampfflugzeuge aufsteigen lassen. Premierminister Donald Tusk bestätigte die Luftraumverletzung und berief eine Koordinierungsgruppe ein. Nach Kiewer Angaben überquerte ein russischer Marschflugkörper vom Typ Ch-101 die polnische Grenze. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf X, der Vorfall zeige, dass eine Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung nicht nur zum Schutz der Ukraine, sondern der gesamten euroatlantischen Gemeinschaft erforderlich sei.

Weitere Entwicklungen

Die Türkei stationierte im Rahmen einer Nato-Mission fünf F-16-Kampfjets in Estland, die bis Ende November auf dem Luftwaffenstützpunkt Amari bleiben. Der russische Online-Händler Wildberries meldete einen Drohnenangriff auf sein Logistikzentrum in Sarapul (Udmurtien) mit anschließendem Feuer, jedoch keine Opfer. Russland gab an, 258 ukrainische Drohnen abgefangen zu haben. Der Chef des russischen Drohnenherstellers Andrej Tscheresow wurde bei einem Schusswaffenangriff verletzt, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.