Ukraine-Krieg: G7 einigt sich auf neue Öl- und Gas-Sanktionen gegen Russland
G7 einigt sich auf neue Öl- und Gas-Sanktionen gegen Russland

G7-Gipfel: Neue Sanktionen gegen Russland beschlossen

Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen (G7) haben sich bei ihrem Gipfel im französischen Evian auf neue Sanktionen gegen Russland verständigt. Wie aus französischen Diplomatenkreisen verlautete, einigten sich die G7 darauf, den Druck auf Russland zu erhöhen, insbesondere durch Sanktionen auf Öl und Gas. Zudem sollen die Ukraine und ihre Luftabwehr weiter unterstützt werden.

Trump kündigt Wiederinkraftsetzung der Öl-Sanktionen an

US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA würden die ausgesetzten Sanktionen gegen russische Öl-Exporte „bald“ wieder in Kraft setzen. Er verwies auf die Einigung mit dem Iran, die den Ölfluss aus der Golfregion wiederhergestellt habe. Die Sanktionen waren wegen des Iran-Kriegs und gestiegener Ölpreise vorübergehend gelockert worden. Trump forderte Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf, ein Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs zu schließen.

Selenskyj: Putin lehnt Treffen bei G7 ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte ein Treffen mit Putin am Rande des G7-Gipfels vorgeschlagen. Der Kreml wies dies jedoch zurück: Es gebe keine offiziellen Kanäle zwischen Kiew und Moskau, so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Putin sei jedoch jederzeit zu Gesprächen in Moskau bereit.

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Lukaschenko ruft zu Kompromissen auf

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko rief beide Seiten zur Kompromissbereitschaft auf. Ein militärischer Sieg sei für keine Seite realistisch, sagte er in einem Interview. Russland und die Ukraine litten unter einem Mangel an Soldaten.

Schwere Angriffe auf Kyjiw: Höhlenkloster beschädigt

Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw wurde die weltberühmte Höhlenkloster-Anlage schwer beschädigt. Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, brannte. Die Restaurierungsarbeiten könnten zwei Jahre dauern, so der Direktor der Anlage. Bei der Angriffswelle wurden mindestens elf Menschen getötet. Russland feuerte 70 Raketen und 611 Drohnen ab, die größtenteils auf Kyjiw zielten.

Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Das russische Militär beschießt regelmäßig das Hinterland mit Drohnen und Raketen. Die vom Westen gelieferten Systeme wie Patriot oder Iris-T reichen nicht für einen flächendeckenden Schutz aus.

Russische Fregatte feuert Warnschüsse auf Jacht im Ärmelkanal

Ein Insider berichtete, dass Matrosen einer russischen Fregatte Warnschüsse auf eine zivile Jacht im Ärmelkanal abgegeben hätten. Die Jacht habe sich der Fregatte genähert. Das britische Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht. Zuvor hatte die britische Marine einen mit Sanktionen belegten Öltanker der russischen Schattenflotte geentert.

Hensoldt liefert Radare an die Ukraine

Die deutsche Rüstungsfirma Hensoldt schloss eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Waffenbauer Fire Point. Ziel ist die Stärkung der ukrainischen Flugabwehr. Hensoldt liefert Radarsysteme für das ballistische Raketenabwehrsystem, die bis zu 1.500 Luftziele erkennen und verfolgen können.

Russische Siedler sollen Krim verlassen

Der Vorsitzende des krimtatarischen Medschlis, Refat Tschubarow, forderte russische Siedler auf, die besetzte Krim zu verlassen. Die ukrainischen Streitkräfte führten präzise Angriffe auf militärische Ziele durch. Die Krim habe sich in ein Frontgebiet verwandelt, ihre Rückkehr unter ukrainische Kontrolle sei unvermeidlich.

Ukrainische Drohnenangriffe legen Raffineriekapazität lahm

Ukrainische Drohnenangriffe haben fast ein Drittel der russischen Raffineriekapazität lahmgelegt. Die Treibstoffproduktion fiel auf den niedrigsten Stand seit 21 Jahren. Analysten warnen vor Engpässen bei Benzin und Diesel. Der russische Ölkonzern Tatneft führte Obergrenzen beim Kraftstoffverkauf ein.

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London weitet Sanktionen gegen Schattenflotte aus

Großbritannien setzte Dutzende Schiffe auf die Sanktionsliste, die im Verdacht stehen, russisches Öl und Gas zu transportieren. Das Paket umfasst 70 neue Maßnahmen, darunter auch gegen Finanzinstitute und die Yandex Bank. Premierminister Keir Starmer erklärte, die Sanktionen zielten auf Schiffe, Geld und Akteure ab, die die russische Kriegswirtschaft stützen.

EU verhängt Sanktionen gegen russisch-orthodoxen Krim-Bischof

Die EU setzte den Metropoliten Tichon auf die Sanktionsliste. Er spiele eine aktive Rolle bei der Verbreitung russischer Propaganda zur Rechtfertigung des Angriffskriegs. Insgesamt wurden zehn natürliche Personen und eine Organisation sanktioniert.

China dementiert Vorwürfe zu Ausbildung russischer Soldaten

China wies EU-Vorwürfe zurück, wonach das chinesische Militär russische Soldaten für den Ukraine-Krieg ausgebildet habe. Die Behauptungen entbehrten jeder faktischen Grundlage, so ein Außenamtssprecher. Ein EU-Beamter hatte zuvor von Trainingsaktivitäten an mehreren Orten in China gesprochen.

Ukraine führt befristete Militärverträge ein

Die ukrainische Regierung startet ein Pilotprojekt mit befristeten Verträgen für den Militärdienst. Die Laufzeiten betragen je nach Einsatzbereich zwischen sechs und 24 Monaten. Für besonders gefährliche Sturmoperationen sind Zuschläge von bis zu 800 Euro pro Tag vorgesehen.