Hamas plante offenbar Anschlag in Europa – Waffen und Bekennervideo sichergestellt
Karlsruhe (Baden-Württemberg) – Die islamistische Terrororganisation Hamas hat offenbar einen konkreten Anschlag in Europa geplant. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, wurden bereits Waffen und Munition beschafft, und sogar ein Bekennervideo wurde vorab produziert. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Anschlag auf den zweiten Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober 2023 datiert war, bei dem Hamas-Terroristen Israel überfielen, mehr als 1200 Menschen ermordeten und Hunderte entführten.
Waffen für Anschläge auf israelische Einrichtungen
Laut Generalbundesanwalt Jens Rommel (53) geht aus dem sichergestellten Video hervor, dass die Waffen – darunter Sturmgewehre und Pistolen – für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa genutzt werden sollten. Die Behörde ließ wenige Tage vor dem möglichen Anschlagsdatum drei Verdächtige festnehmen, inzwischen sitzen neun mutmaßliche Hamas-Anhänger in Haft. Sie sollen an Transport und Lagerung von Waffen und Munition beteiligt gewesen sein.
Festnahmen in mehreren Ländern
Die Männer wurden unter anderem in Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Zypern neutralisiert. Einer der Verdächtigen soll aktiv in Wien (Österreich) Waffen gelagert haben. Bereits im März hatte die Bild-Zeitung über die Festnahmen berichtet. Die Ermittlungen dauern an.



