Iran erhält chinesische Flugabwehr-Raketen – Trump droht mit harter Reaktion
Iran bekommt chinesische Raketen – Trump droht mit Vergeltung

Nach Angaben von drei mit der Sache vertrauten Quellen soll der Iran in den kommenden Wochen eine erste Lieferung von bis zu 400 tragbaren chinesischen Flugabwehrraketenwerfern erhalten. Der Auftrag im Wert von 60 bis 70 Millionen Dollar umfasse insgesamt 300 bis 400 schultergestützte Systeme, darunter die chinesischen Flugkörper QW-12 und FN-16. Vermittler sei das in Hongkong ansässige Unternehmen Zhongqing Baoshang International Investment. Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran hätten Lücken beim Schutz militärischer Anlagen und strategischer Infrastruktur offengelegt. Die Lieferungen sollen zunächst per Flugzeug von Urumqi im Westen Chinas über Pakistan in den Iran gebracht werden, auch Landwege würden geprüft. Pakistan wies Berichte über eine Beteiligung an der Lieferung als „frei erfunden und falsch“ zurück. Die chinesische Regierung bezeichnete die Reuters vorliegenden Informationen als „völlig haltlos“ und erklärte, China setze sich für Frieden und ein Ende des Konflikts ein.

Trump droht mit „harter“ Reaktion auf iranische Angriffe in Jordanien

US-Präsident Donald Trump hat Teheran einem Medienbericht zufolge mit einer „harten“ Reaktion auf die iranischen Angriffe in Jordanien gedroht. „Wir werden sie hart treffen. Sie werden Prügel beziehen“, zitierte ein Reporter des US-Senders „Fox News“ den Präsidenten am Mittwoch. „Wir werden sie verdammt windelweich prügeln“, habe Trump die Iraner beschimpft. Der Iran hatte nach Angaben der Revolutionsgarden vom Mittwoch „einen US-Luftwaffenstützpunkt und das US-Zentralkommandozentrum in Jordanien“ angegriffen. Die Angriffe wurden nach US-Angaben abgewehrt. Die jordanische Armee teilte mit, sie habe fünf aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen und abgeschossen.

Huthi-Miliz erwägt Gebühren für Passage durchs Rote Meer

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen erwägt die Einführung von Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch das Rote Meer. Dies sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Der Plan bezieht sich demnach auf die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit mit dem Indischen Ozean verbindet. Ein Zeitplan dafür wurde nicht genannt. Die Idee wurde bei einem Treffen in Teheran erörtert. Huthi-Vertreter seien im Juli zur Trauerfeier für Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei, der bei Angriffen der USA und Israels getötet worden war, in die Islamische Republik gereist, wo iranische Gesprächspartner die Einführung von Gebühren vorgeschlagen hätten. Mit einer solchen Gebühr solle der Druck auf die USA erhöht werden. Chinesische Schiffe sollen von den Abgaben ausgenommen werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Explosion an LNG-Terminal in Ägypten – wohl Drohnenangriff

An einem Flüssigerdgas-Terminal (LNG) im ägyptischen Hafen Damietta ist beim Entladen zu einer Explosion gekommen. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Ambrey wurde ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes, schwimmendes LNG-Tanklager in US-Besitz von mindestens einer Drohne getroffen. Zwei Insidern zufolge könnten auch ägyptische Gastanker von Drohnen getroffen worden sein. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Ambrey zufolge gibt es keine Berichte über Verletzte, Tote oder Schäden an der Hafeninfrastruktur. Die betroffenen Schiffe wurden nach Angaben des Schifffahrtsdienstleisters Inchcape aus dem Hafen verlegt. Der Betrieb an anderen Liegeplätzen und Terminals soll in der Nacht wieder aufgenommen werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Weitere Entwicklungen: US-Sanktionen, norwegischer Mordplan, Hisbollah-Drohne

Die US-Regierung verschärft den Druck auf den Iran und verhängt neue Sanktionen, unter anderem gegen zwei Unternehmen, die ihren Angaben nach maßgeblich an einem Erpressungssystem rund um die Straße von Hormus beteiligt sind. Dieses zwinge Handelsschiffe zu einer obligatorischen „Versicherung“, um die für den weltweiten Ölhandel zentrale Meerenge zu passieren. Ein 19-jähriger Norweger ist in Großbritannien wegen eines geplanten Mordes im Auftrag einer Bande mit Verbindungen in den Iran verurteilt worden. Das Gericht in London befand Johannes Kongsnes Natland für schuldig, den Auftrag angenommen und den Mord geplant zu haben. Zudem hat die libanesische Hisbollah laut israelischen Angaben erstmals seit mehr als einem Monat wieder eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein Fahrzeug der israelischen Armee im Südlibanon gesteuert. Israels Armee sprach von einem „eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe“.