Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus ist beendet. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bestätigte auf der Plattform X, dass die knapp anderthalbstündige Begegnung positiv und produktiv verlaufen sei. Zuvor hatte Trump bereits den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen. An beiden Gesprächen nahmen auch US-Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth teil, wie Fotos belegen.
Trumps Aussagen zu Netanjahus Iran-Strategie
Trump äußerte sich gegenüber Fox News zu den Motiven Netanjahus: „Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe.“ Damit bezog er sich auf Berichte, wonach Netanjahu bei dem Treffen Geheimdienstinformationen über eine mutmaßliche iranische Atomeinrichtung namens „Pickaxe Mountain“ vorlegen wolle. Trump betonte, er brauche Netanjahu nicht, um über die Lage im Iran informiert zu sein. Die Aussagen verdeutlichen die bestehenden Differenzen zwischen den beiden Regierungen im laufenden Iran-Krieg.
Iran droht mit Sperrung der Straße von Hormus
Der Iran wies die Drohung Trumps zurück, Eigentümer von im Golf beschädigten Schiffen mit eingefrorenen iranischen Geldern zu entschädigen. Militärsprecher Ebrahim Solfaghari erklärte laut staatlichen Medien, Schiffe von Unternehmen oder Ländern, die solche Zahlungen erhielten, dürften die Straße von Hormus nicht mehr passieren. Der Iran hat nach eigenen Angaben weiterhin die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge. Sechs Schiffe seien umgekehrt, die Passage erfolge nur über die vom Iran vorgegebene Route.
Ölpreis fällt nach Hoffnung auf Deeskalation
Der Ölpreis gab deutlich nach, nachdem die USA ihre Angriffsserie im Iran vorübergehend ausgesetzt hatten. Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligte sich um 8,2 Prozent auf etwa 92 US-Dollar je Barrel, US-Leichtöl (WTI) fiel um 7,6 Prozent. Zuvor waren die USA 13 Nächte in Folge gegen den Iran vorgegangen, was den Brent-Preis zeitweise über 100 Dollar trieb. Die Pause nährte Hoffnung auf eine diplomatische Lösung.
Vermittler melden Fortschritte – Iran dementiert direkte Gespräche
Vermittler unter Führung Katars und Pakistans haben nach Angaben regionaler Vertreter Fortschritte bei der Rückkehr zu einer vorläufigen Waffenruhe erzielt. Ein Insider sprach von erheblichen Fortschritten, auch bei einem Mechanismus zur Regelung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei betonte jedoch, dass keine direkten Verhandlungen mit den USA stattfänden: „Berichte, wonach der Iran Verhandlungen mit den USA wünscht, sind erfunden.“
Pentagon ändert Verluststatistik
Das US-Verteidigungsministerium hat die offizielle Statistik der Verluste im Iran-Krieg geändert. Vier getötete Soldaten und 207 Verwundete wurden in eine neue Kategorie „Overseas Operations“ verschoben. Ein US-Regierungsvertreter erklärte, die tatsächliche Zahl der Verwundeten liege bei über 500. Die neue Kategorie erfasst Opfer seit dem 7. Juli, als die Kämpfe um die Straße von Hormus wieder aufflammten. Der Krieg begann am 28. Februar, in den ersten Phasen starben 14 US-Soldaten.
US-Angriffe beschädigen Wasserversorgung in Südiran
Nach den jüngsten US-Luftangriffen sind im Süden des Iran massive Schäden an der Wasserversorgung entstanden. 18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, wurden beschädigt, zehn vollständig zerstört. Eine Anlage auf der Insel Gheschm wurde bereits Anfang Juli außer Betrieb gesetzt, wodurch die Versorgung für rund 120.000 Menschen beeinträchtigt wurde.
Derweil sinkt der Schiffsverkehr durch das Rote Meer nach Huthi-Angriffen auf saudische Ölanlagen drastisch. Am Sonntag passierten nur elf Handelsschiffe die Meerenge Bab al-Mandab, der niedrigste Stand seit Monaten. Auch die Straße von Hormus verzeichnete geringen Verkehr. Die USA haben zudem weitere Militärkapazitäten in den Nahen Osten verlegt, wie Botschafter Mike Waltz bestätigte. Israel genehmigte einem Insider zufolge, dass eine internationale Truppe in Teile des Gazastreifens vordringen darf, die nicht unter israelischer Kontrolle stehen.



