Ein von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreitetes Video enthält detaillierte Aufforderungen zu Mordanschlägen auf die US-First-Lady Melania Trump und ihren Sohn Barron. Berichten zufolge zeigt das auf Telegram publizierte Video mit dem Titel „Wo man Melania umbringen kann“ KI-generierte Szenen, die die First Lady in New York darstellen.
Konkrete Mordmethoden und Zielorte
Das Video nennt mehrere Luxusgeschäfte in New York, die Melania Trump regelmäßig besucht, und schlägt vor, eine ihrer drei namentlich genannten Stylistinnen zu bestechen. Die Präparation ihrer Kleidung mit Nervengift wird als mögliche Attentatsmethode beschrieben. Gegen Ende des Videos wird auch der 20-jährige Barron Trump bedroht: „Das ist erst der Anfang. Barron Trump, wir kommen!“
Sprachrohr der Revolutionsgarden
Die Nachrichtenagentur Tasnim gilt als Sprachrohr der iranischen Revolutionsgarden und steht auf den Sanktionslisten der USA und der EU. Es ist nicht der erste Fall, in dem iranische Medien Tötungsaufrufe gegen westliche Politiker verbreiten. Mitte Juli veröffentlichte die Zeitung „Hamshahri“ eine Collage, die US-Präsident Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanjahu mit einem Fadenkreuz auf der Stirn zeigte, sowie europäische Regierungschefs in orangefarbenen Häftlingsanzügen, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Sicherheitsexperte: Attentatsgefahr nicht ausgeschlossen
Terrorismusexperte Hans-Jakob Schindler äußerte sich im Tagesspiegel-Interview zu der Bedrohungslage: „Bundeskanzler Merz ist hervorragend geschützt. Insofern mache ich mir um seine Sicherheit aktuell eigentlich keine Sorgen. Aber es könnte schon sein, dass der Iran versucht, ein Attentat auf den Kanzler zu verüben.“ Er verwies auf die in den vergangenen Jahren in den USA und Deutschland aufgedeckten Anschlagspläne.



