Nach der Einigung auf ein Kriegsende erklären sich Iran und USA jeweils selbst zum Sieger. US-Präsident Donald Trump spricht von seiner Macht, Frieden zu stiften, die Islamische Republik von einer Kapitulation der Vereinigten Staaten und Israels. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt begrüßen die Einigung, arabische Regierungen atmen erleichtert auf.
Enttäuschung im Iran
Doch für viele Menschen im Iran sind das keine guten Nachrichten. Vier von ihnen erzählen, warum sie hoffnungsloser sind als je zuvor. „Die USA sind einen Kompromiss mit dem Mörder eingegangen“, sagt ein Iraner, der anonym bleiben möchte. Er bezieht sich auf die iranische Führung, die er für die Unterdrückung im Land verantwortlich macht.
Stimmen der Betroffenen
Eine junge Frau aus Teheran erklärt: „Wir haben auf einen Regimewechsel gehofft, aber jetzt wird das Regime durch den Frieden gestärkt.“ Ein Student aus Isfahan ergänzt: „Dieser Frieden ist ein Verrat an der iranischen Bevölkerung. Die USA haben unsere Proteste ignoriert.“ Ein Rentner aus Maschhad fasst zusammen: „Die Welt hat uns vergessen. Der Frieden dient nur den Machthabern, nicht dem Volk.“
Die Einigung kommt für viele überraschend, da die Spannungen zwischen beiden Ländern in den letzten Jahren eskaliert waren. Kritiker befürchten, dass der Frieden die autoritäre Herrschaft im Iran festigt und die Hoffnung auf Demokratie zunichtemacht. Die internationale Gemeinschaft zeigt sich jedoch erleichtert über die Deeskalation.



