Israel bombardiert erstmals seit Waffenruhe Beiruter Vorort
Israel bombardiert erstmals seit Waffenruhe Beiruter Vorort

Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe vor etwa drei Wochen hat Israel wieder einen Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Ziel des Angriffs war nach israelischen Angaben ein Kommandeur der Radwan-Einheit der Hisbollah-Miliz. Dies teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.

Der israelische TV-Sender „Chadschot 13“ berichtete, dass bei dem Angriff der Radwan-Kommandeur Malek Balut, sein Stellvertreter sowie weitere Kämpfer getötet worden seien. Der Angriff erfolgte gegen 20 Uhr Ortszeit, nachdem die Luftwaffe einen Hinweis des israelischen Geheimdienstes erhalten hatte. Balut soll sich in einer Wohnung im Vorort Dahija versteckt gehalten haben. Die Luftwaffe warf rund zehn schwere Bomben ab.

Anwohner in Beirut berichteten von lauten Explosionen. Auf den Straßen brach Augenzeugen zufolge Panik aus. Viele Fahrer warteten mit ihren Autos am Straßenrand, anstatt weiterzufahren. Bewohner aus den südlichen Vororten flohen. „Als wir die Explosionen gehört haben, sind wir die Treppen hinuntergerannt und geflohen“, sagte ein Anwohner der Nachrichtenagentur dpa.

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Obwohl seit dem 17. April offiziell eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel gilt, kommt es weiterhin täglich zu gegenseitigen Angriffen. Seit Anfang März hatte sich der Konflikt im Zuge der regionalen Eskalation erneut verschärft, nachdem Raketen aus dem Libanon abgefeuert worden waren. Israel reagierte mit Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Südlibanon. Am Sonntag hatte die israelische Armee neue Evakuierungsaufrufe für Ortschaften im Süden des Libanon herausgegeben.

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