Der italienische Fußballverband (FIGC) hat offenbar konkrete Verhandlungen mit Trainer-Ikone Pep Guardiola (55) über die Übernahme der Nationalmannschaft aufgenommen. Das berichtet „Sky Italia“ unter Berufung auf Verbandskreise. Demnach besuchte Paolo Maldini (58), Technischer Direktor des italienischen Verbands, Guardiola in Barcelona. Gemeinsam mit Brasiliens Ex-Weltmeister Leonardo (56), der den italienischen Verband berät, führte man drei Tage lang Gespräche mit dem Katalanen.
Guardiola seit Juli ohne Vertrag
Guardiola ist seit dem 1. Juli offiziell vereinslos, nachdem sein Vertrag bei Manchester City am 30. Juni ausgelaufen war. Er hatte ihn nach zehn Jahren freiwillig nicht mehr verlängert. Zuvor prägte er eine Ära beim FC Barcelona und dem FC Bayern München. Die Bayern führte er von 2013 bis 2016 zu drei Meistertiteln in Serie. Eine Nationalmannschaft hat Guardiola bisher noch nicht trainiert. In der Vergangenheit war er allerdings mehrfach in Brasilien als Coach der „Seleção“ im Gespräch, bevor dort Carlo Ancelotti (67) engagiert wurde.
Italien verpasste dritte WM in Folge
Italien konnte sich nicht für die WM 2026 qualifizieren – zum dritten Mal in Folge. Auch bei der letzten Teilnahme an einer WM-Endrunde 2014 kamen die Italiener nicht über die Gruppenphase hinaus. Immerhin: 2021 wurde Italien Europameister. Trainer war damals Roberto Mancini (61). Auch er gehört zum Kandidatenkreis für die Nachfolge von Interimstrainer Silvio Baldini (67). Ebenfalls in der engeren Auswahl befindet sich Ex-Weltmeister Andrea Pirlo (47).
Guardiola wäre erster ausländischer Trainer seit 1954
Sollte Guardiola den Job annehmen, wäre er der erste ausländische Trainer in der stolzen Geschichte des vierfachen Weltmeisters (1934, 1938, 1982, 2006) seit dem Ungarn Lajos Czeizler (†75), der Italien von November 1953 bis Juni 1954 trainierte. Czeizler trat nach dem Aus in der Gruppenphase bei der WM in der Schweiz zurück. Eine Tendenz, ob Guardiola nur wenige Wochen nach dem Ende seiner Zeit bei Manchester City den Job übernehmen wolle, gibt es noch nicht.



