Jane Fonda ruft zum Widerstand gegen Medienfusion auf
Die Schauspiellegende Jane Fonda hat sich gegen die geplante Übernahme von Warner Bros. durch Paramount Skydance gestellt. Bei einer von ihr organisierten Gegenveranstaltung zu den Feierlichkeiten anlässlich Donald Trumps 80. Geburtstag rief sie die Amerikaner dazu auf, eine Petition gegen die Fusion zu unterzeichnen. Der Deal, der auch den Nachrichtensender CNN umfasst, sei ein direkter Angriff auf die Rede- und Medienfreiheit, so Fonda.
Hintergrund der Fusion
Das US-Justizministerium hatte am Freitag grünes Licht für den Megadeal gegeben, der die Medienlandschaft in den USA grundlegend verändern könnte. Kritiker befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount seine redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Trump hatte mehrfach betont, dass ihm ein Besitzerwechsel des oft kritisch über ihn berichtenden Senders besonders wichtig sei.
Jane Fondas Engagement
Die 88-jährige Schauspielerin, die jahrelang mit dem verstorbenen CNN-Gründer Ted Turner verheiratet war, hat ein persönliches Interesse an der Unabhängigkeit des Senders. Sie ist bekannt für ihr Engagement für Bürgerrechte und Minderheiten, von den Sechzigerjahren bis zu ihren Protesten gegen den Vietnamkrieg. 2019 wurde sie am US-Kapitol festgenommen, als sie für mehr Klimaschutz protestierte.
Gegenveranstaltung zu Trumps Geburtstag
Das Konzert in New York, bei dem neben Fonda auch Bette Midler auftrat, wurde vom „Committee for the First Amendment“ organisiert. Es sollte den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung würdigen, der Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit garantiert. Diese Grundrechte sehen Kritiker Trumps durch autokratische Tendenzen gefährdet.
Trump selbst feierte seinen 80. Geburtstag mit einem Ultimate-Fighting-Wettkampf und verkündete kurz vor dem Start ein Abkommen mit Iran. Mit der Inszenierung als starker Anführer will er in Zeiten schwacher Umfragen punkten.



