Peru: Keiko Fujimori gewinnt Präsidentenwahl mit knappem Vorsprung
Keiko Fujimori gewinnt Präsidentenwahl in Peru knapp

Die peruanische Wahlbehörde hat die rechtsgerichtete Politikerin Keiko Fujimori offiziell zur Siegerin der Präsidentschaftswahl erklärt. Etwa drei Wochen nach der Stichwahl steht das Ergebnis fest: Fujimori gewann mit einem äußerst knappen Vorsprung von lediglich 49.641 Stimmen. In einem Land mit rund 27 Millionen Wahlberechtigten erreichte sie 50,13 Prozent der Stimmen, während ihr linksgerichteter Rivale Roberto Sánchez auf 49,86 Prozent kam.

Knapper Sieg nach viertem Anlauf

Für die 51-jährige Fujimori ist es der vierte Versuch, das höchste Staatsamt zu erlangen. Bislang war sie dreimal gescheitert. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse durch die Wahlbehörde am Montag in Lima schrieb Fujimori auf der Plattform X: „Mit jedem Tag kommen wir dem Beginn eines Weges der Ordnung und Hoffnung für alle Peruaner näher.“ Sie werde die offizielle Bekanntmachung der endgültigen Ergebnisse durch die nationale Wahlkommission JNE in den kommenden Tagen mit „großer Bescheidenheit, Umsicht und Verantwortungsbewusstsein“ abwarten.

Wahlkampf geprägt von Kriminalität und Instabilität

Der Wahlkampf drehte sich maßgeblich um die zunehmende Kriminalität in Peru und die chronische politische Instabilität. Das südamerikanische Land hat innerhalb eines Jahrzehnts acht verschiedene Präsidenten erlebt. Fujimori hatte im Falle ihres Wahlsiegs ein hartes Durchgreifen gegen Kriminalität und irreguläre Migration angekündigt. Ihr Rivale Sánchez, der erstmals kandidierte, äußerte sich zunächst nicht zum Ergebnis. Er hatte den Behörden jedoch Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Auslandsstimmen vorgeworfen und bereits erklärt, dass er eine von Fujimori geführte Regierung nicht anerkennen werde.

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Fujimoris politisches Erbe

Keiko Fujimori ist die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte. Ihr Vater wird von seinen Anhängern dafür gefeiert, dass er die linken Rebellen der Guerillaorganisation Leuchtender Pfad besiegte und die peruanische Wirtschaft stabilisierte. Später wurde er jedoch wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilt und verbüßte 16 Jahre im Gefängnis. Er starb im Jahr 2024. Viele Peruaner haben dunkle Erinnerungen an die Regierungszeit ihres Vaters und verweigern jedem mit dem Namen Fujimori die Stimme.

Amtsantritt im Juli

Fujimori wird ihre fünfjährige Amtszeit am 28. Juli antreten. Sie war mit 19 Jahren First Lady Perus geworden, nachdem sich ihre Mutter öffentlich von ihrem Vater losgesagt hatte. Später absolvierte sie in den USA eine Ausbildung zur Betriebswirtin.

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