Jürgen Klopp wird offenbar in der kommenden Woche zum Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ernannt. Das berichten Sky und die „Bild“-Zeitung übereinstimmend. Demnach haben sich Klopp, sein bisheriger Arbeitgeber Red Bull und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) grundsätzlich geeinigt. Red Bull dementierte die Meldung jedoch auf Anfrage von RTL/ntv, und auch der DFB bestätigte den Abschluss des Deals nicht.
Geheimtreffen in New York
Laut Sky haben Klopp und Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff am Samstag bei einem geheimen Treffen in New York den Ausstieg des 59-Jährigen aus seinem Vertrag bei dem Brauseunternehmen geklärt. Zuvor hatten sich Mintzlaff und die DFB-Spitze am Dienstag in München getroffen. Der Konzern dementierte die Berichte über die Einigung. Auch der DFB ließ offen, ob der Deal final steht: „Der DFB kommentiert den aktuellen Verhandlungsstand mit Jürgen Klopp nicht. Eine finale Entscheidung treffen die zuständigen Gremien“, hieß es vom Verband. Das Management von Klopp äußerte sich nicht.
Ablöse oder Markenbotschafter?
Offen war bis zuletzt, ob der DFB für Klopp eine Ablöse an Red Bull zahlen muss oder ob Klopp dem Unternehmen als Markenbotschafter oder Ratgeber erhalten bleibt. Laut „Bild“ ist nichts davon der Fall. Klopp und der DFB sind sich schon länger „grundsätzlich einig“, wie der DFB nach einer Zusammenkunft zwischen dem Trainer und DFB-Präsident Bernd Neuendorf sowie DFB-Vize Hans-Joachim Watzke am Samstag, den 11. Juli, mitgeteilt hatte.
Vertrag bis 2030
Übereinstimmenden Berichten zufolge unterschreibt Klopp beim DFB einen Vertrag bis 2030 einschließlich der WM in Spanien, Portugal und Marokko. Er soll etwas mehr als die sieben Millionen Euro Gehalt verdienen, die sein Vorgänger Julian Nagelsmann bezog. Laut Sky flog Klopp unter der Woche „undercover“ nach Deutschland, um vor Ort die Details für seinen Bundestrainer-Posten zu regeln. Mintzlaff wiederum flog nach seinem Gipfel mit den DFB-Bossen nach New York, wartete dort auf Klopp. Der frühere BVB- und Liverpool-Trainer ist im Big Apple als TV-Experte für Magenta im Einsatz. Bei Red Bull ist Klopp seit Anfang 2025 als „Global Head of Soccer“ tätig, sein Vertrag läuft bis 2029.
Präsentation in Frankfurt geplant
Nach dem WM-Finale werden laut Sky die letzten Details zwischen Klopp, seinen Werbepartnern und dem DFB geklärt und schriftlich fixiert. Klopp fliegt nächste Woche nach Deutschland. Geht alles glatt, wird er am Freitag in Frankfurt am Main als Bundestrainer präsentiert. Zuvor müssen die DFB-Gremien die Personalie absegnen, was als reine Formsache gilt.



