Lukaschenko ruft zu Kompromissen zwischen Russland und Ukraine auf
Lukaschenko: Russland und Ukraine müssen Kompromisse schließen

Lukaschenko: Russland und Ukraine müssen Kompromisse schließen

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Russland und die Ukraine zur Kompromissbereitschaft aufgerufen, um den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagte der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Al Arabija. Zwar rückten die russischen Truppen weiter vor, jedoch litten beide Kriegsparteien unter einem Mangel an Soldaten. Lukaschenko erklärte weiter, dass die Ukraine von seinem Land nichts zu befürchten habe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte angedeutet, dass neue russische Angriffe von belarussischem Gebiet aus erfolgen könnten. Belarus hatte Russland im Jahr 2022 den Einmarsch in die Ukraine über sein Territorium gestattet und die Stationierung russischer Atomwaffen geduldet.

Schäden an Raffinerie nach Drohnenangriff

Herabstürzende Trümmerteile einer Drohne haben Behördenangaben zufolge einen Brand in einem Öllager in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Es gebe keine Opfer, teilten die örtlichen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Anlage befindet sich in der Gegend von Poltawskaja unweit der von Russland annektierten Halbinsel Krim.

Großbritannien plant neue Sanktionen gegen russische Schattenflotte

Großbritannien hat neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke angekündigt. Die genauen Details stellte Premierminister Keir Starmer beim G7-Gipfel in Frankreich vor. Die Maßnahmen richten sich demnach direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt werden. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches Flüssigerdgas (LNG) transportieren, sind betroffen. Hintergrund ist das erstmalige Abfangen eines sanktionierten russischen Öltankers im Ärmelkanal durch britische Spezialeinheiten. Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund (282 Millionen Dollar) bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann.

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EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine

Die EU hat die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen. Vertreter beider Seiten starteten am Abend in Luxemburg offiziell die Gespräche zum ersten Themenblock. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte den Beginn der Beitrittsverhandlungen und betonte, dass die Eröffnung des ersten Clusters ein klares Signal sende, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden könne.

Merz: „Fenster für die Diplomatie“ kann sich öffnen

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht im Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine neue Chance für die Diplomatie. Die Ukraine befinde sich nach den jüngsten Entwicklungen in einer neuen Position der Stärke, sagte der Kanzler vor seinem Abflug zum G7-Gipfel. „Russland kann militärisch nicht gewinnen, zudem ist seine Wirtschaft angeschlagen.“ Gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien habe Deutschland fünf Eckpunkte für mögliche Friedensverhandlungen formuliert, die in Evian mit US-Präsident Donald Trump besprochen werden sollen.

Weitere Entwicklungen

Russland hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums massive Angriffe auf Rüstungsanlagen und Militärflugplätze in der Ukraine geflogen. Die Ukraine meldete, dass Russland in der Nacht mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen habe. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurden zwei Brücken zwischen dem russisch kontrollierten Teil der Ukraine und der Krim beschädigt. Zudem ist die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew nach einem russischen Raketenangriff in Brand geraten.

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