Ungarns neuer Premierminister Péter Magyar hat nach 16 Jahren Dauerherrschaft den autokratischen Herrscher Viktor Orbán besiegt. In einem exklusiven Interview mit dem SPIEGEL erklärt er, wie er die Ungarn von seinem Kurs überzeugen konnte und wie er den Staatsapparat von Loyalisten säubern will.
Der Sieg über Orbán
Magyar betont, dass sein Erfolg auf einer direkten Verbindung zu den Bürgern beruhe. „Damit die Wähler einem glauben, muss man zu ihnen gehen, ihnen in die Augen schauen, man muss ihnen zuhören“, sagt er. Diese Taktik habe ihm geholfen, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen und die jahrelange Dominanz Orbáns zu brechen.
Die Zukunft Ungarns
Der neue Premier kündigt umfassende Reformen an. Sein Ziel ist es, die Machtstrukturen zu demokratisieren und die Justiz unabhängiger zu machen. „Unsere Heimat war ein gekaperter Staat“, erklärt Magyar. „Wir müssen die Institutionen von denen säubern, die sie für persönliche Zwecke missbraucht haben.“
Säuberung des Staatsapparats
Magyar plant, loyalistische Kräfte aus Schlüsselpositionen zu entfernen. Er setzt auf Transparenz und Rechtsstaatlichkeit. „Die Menschen haben genug von Korruption und Vetternwirtschaft“, so Magyar. „Wir werden einen sauberen Neuanfang schaffen.“
Herausforderungen
Die Umsetzung wird nicht einfach. Orbáns Anhänger sitzen tief in der Bürokratie. Doch Magyar zeigt sich entschlossen: „Wir haben den Willen des Volkes auf unserer Seite. Nichts wird uns aufhalten.“
Internationale Reaktionen
Die EU begrüßt Magyars Wahlsieg. Viele hoffen auf eine Rückkehr zu demokratischen Werten in Ungarn. Magyar selbst sieht sein Land als Teil Europas: „Wir wollen ein verlässlicher Partner sein, nicht länger der Außenseiter.“
Das Interview führte Jan Puhl. Es erschien am 04.06.2026 im SPIEGEL.



