Großbritannien kündigt neue Sanktionen gegen russische Schattenflotte an
Großbritannien plant neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke. Die genauen Details wird Premierminister Keir Starmer beim G7-Gipfel in Frankreich vorstellen, wie die Regierung in London mitteilte. Die Maßnahmen richten sich direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt werden. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches Flüssigerdgas (LNG) transportieren, sind betroffen. Hintergrund ist das erstmalige Abfangen eines sanktionierten russischen Öltankers im Ärmelkanal durch britische Spezialeinheiten. Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund (282 Millionen Dollar) bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann.
EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine
Die EU hat die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen. Vertreter beider Seiten starteten am Abend in Luxemburg offiziell die Gespräche zum ersten Themenblock, wie ein Sprecher des Rates der Mitgliedstaaten der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte den Schritt: „Die Eröffnung des ersten Clusters in den EU-Beitrittsverhandlungen Moldaus und der Ukraine senden das klare Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden kann“, sagte Selenskyj in einem Video. Beide Länder hätten hart darauf hingearbeitet und würden den Beitritt gemeinsam schaffen.
Merz: „Fenster für die Diplomatie“ kann sich öffnen
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht im Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine neue Chance für die Diplomatie. Die Ukraine befinde sich nach den jüngsten Entwicklungen „in einer neuen Position der Stärke“, sagte der Kanzler vor seinem Abflug zum G7-Gipfel in Berlin. „Russland kann militärisch nicht gewinnen, zudem ist seine Wirtschaft angeschlagen.“ Gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien habe Deutschland fünf Eckpunkte für mögliche Friedensverhandlungen formuliert, die in Evian mit US-Präsident Donald Trump besprochen werden sollen. Es könne „sich hier langsam ein Fenster für die Diplomatie öffnen“, so Merz.
EU beschließt neue Russland-Sanktionen
Die Europäische Union hat neue Russland-Sanktionen beschlossen. Insgesamt wurden 34 Personen und 47 Einrichtungen, die den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützen, auf die Sanktionsliste gesetzt, wie der EU-Rat mitteilte. Die Strafmaßnahmen richten sich insbesondere gegen den russischen Militär- und Industriekomplex sowie gegen die sogenannte Schattenflotte von Öl- und Gastankern. Zudem sind Akteure betroffen, die mit russischen Aktivitäten zur politischen Einflussnahme in Verbindung stehen. Parallel beraten die Mitgliedstaaten über ein umfassenderes 21. Sanktionspaket, wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilte.
Neue russische Exilpartei fordert Abzug aus der Ukraine
Der Kremlgegner Ilja Jaschin hat in Berlin eine politische Partei als Auffangbecken für die zersplitterte russische Opposition im Exil gegründet. Die Organisation gab sich bei ihrem Gründungsparteitag den Namen Friedliches Russland, wie Jaschin auf dem Portal X berichtete. Die Partei wolle – im Unterschied zur Führung von Kremlchef Wladimir Putin – die „wahren Interessen Russlands“ vertreten. „Unter diesen Interessen verstehen wir einen Abzug der Truppen aus der Ukraine und eine Absage an den Imperialismus, eine Garantie der Menschen- und Freiheitsrechte und einen gerechten Aufbau der Gesellschaft“, hieß es.
Selenskyj: Habe Treffen mit Putin bei G7 vorgeschlagen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin während des G7-Gipfels in Frankreich vorgeschlagen. Putin sei dazu jedoch nicht bereit, sagte Selenskyj vor der Presse. Einem Insider zufolge hat Selenskyj den Vorschlag den USA und Frankreich sowie Russland vorgelegt, habe von der russischen Seite aber keine klare Antwort erhalten.
Russland dementiert Angriff auf Kiewer Höhlenkloster
Das russische Außenministerium wies die Vorwürfe der Ukraine und des Westens, Moskau habe ein historisches Kloster in Kiew angegriffen, als „plumpe Fälschung“ zurück. Das Verteidigungsministerium habe bereits den korrekten Sachverhalt geschildert, teilte Sprecherin Maria Sacharowa mit. Eine US-Luftabwehrrakete vom Typ Patriot habe das Kloster Petscherska Lawra in Kiew getroffen, hatte das Ministerium erklärt. Sacharowa wirft dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und anderen europäischen Politikern vor, Moskau voreilig zu verurteilen. Ukrainische Angriffe auf ein Studentenwohnheim und ein Museum auf der Krim, bei denen es Tote gegeben habe, würden sie verschweigen.
Selenskyj: Angriff auf Kloster ist Verbrechen an christlicher Kultur
Der russische Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster ist Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ein schweres Verbrechen gegen die christliche Kultur. „Ein russischer Angriff auf die Kiewer Petscherska Lawra hat die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand gesetzt – eine Kirche, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Und dies ist eines der bislang schwerwiegendsten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur“, schrieb Selenskyj auf X. Er forderte die G7-Staaten auf, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Hilfe für die ukrainische Luftabwehr zu verstärken. Die Bundesregierung reagierte mit deutlicher Kritik: „Die Angriffe auf das Kloster verurteilen wir auf das Schärfste“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille.
Russland: Schwere Angriffe auf ukrainische Rüstungsanlagen
Russland hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums massive Angriffe auf Rüstungsanlagen und Militärflugplätze in der Ukraine geflogen. Die Attacken hätten Städten wie Kiew, Charkiw und Dnipro gegolten, teilte das Ministerium mit. Alle Angriffe seien erfolgreich gewesen.
Ukraine: Russland hat mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Militärs die Ukraine in der Nacht mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge seien 50 der Raketen und 582 der Drohnen abgefangen worden, teilte das Militär auf Telegram mit. Bei den Drohnen habe es sich um verschiedene Typen gehandelt.
Gouverneur: Tote bei Angriff auf Stadt südlich von Moskau
Die russischen Behörden meldeten drei Tote nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Tula südlich von Moskau. Bei der Attacke seien auch drei Menschen verletzt worden, darunter ein einjähriges Kind, teilte Regionalgouverneur Dmitri Miljajew auf Telegram mit. In der Region Tula befinden sich mehrere große Industrieanlagen.
Zwei Brücken zur Krim bei Drohnenangriff beschädigt
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind zwei Brücken zwischen dem russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson und der Halbinsel Krim beschädigt worden. Der Verkehr sei ausgesetzt worden, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram mit. Auf der Krim ist es nach der jüngsten Zunahme von Angriffen zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen.
Russische Angriffe auf Kiew – berühmtes Höhlenkloster brennt
Infolge eines russischen Raketenangriffs auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Brand geraten. „Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters“, schrieb der Militärgouverneur Tymur Tkatschenko bei Telegram. Bilder zeigten Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Die russische Armee griff Kiew in der Nacht mit Raketen an. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge und mindestens zehn Verletzte.
Kreml-Berater: Trump bietet Putin erneut Vermittlung im Ukraine-Krieg an
US-Präsident Donald Trump hat nach russischen Angaben in einem Telefonat mit Präsident Wladimir Putin sein Interesse an einem Ende des Ukraine-Kriegs bekräftigt. Trump habe Putin gesagt, dass ein Ende des Konflikts von entscheidender Bedeutung sei, zitierten russische Nachrichtenagenturen den Kreml-Berater Juri Uschakow. Trump habe angekündigt, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner bald nach Russland reisen würden. Trump habe zudem eine rasche Einigung im Iran-Konflikt in Aussicht gestellt, worüber sich Putin erfreut gezeigt habe.
Selenskyj und Trump beraten über Friedensverhandlungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump haben in einem Telefonat über den Krieg, Diplomatie und Friedensverhandlungen beraten. Selenskyj habe das etwa halbstündige Gespräch auch genutzt, um Trump zu dessen 80. Geburtstag zu gratulieren, teilte der ukrainische Präsidialberater Dmytro Lytwyn mit.
Starmer: Streitkräfte fangen Öltanker der Schattenflotte ab
Großbritannien hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren. Der Streitkräfte-Einsatz sei auf seine Anweisung hin in den frühen Morgenstunden erfolgt, teilte Starmer auf X mit. Die erfolgreiche Operation versetze Russland einen weiteren Schlag.
Ukraine trifft Rüstungs-Chemiewerk und Kraftstofflager in Russland
Ukrainische Drohnenangriffe haben in den russischen Gebieten Tula und Jaroslawl Brände ausgelöst. Im Gebiet Tula fielen Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk. Dabei wurde der Betrieb Asot getroffen – eines der größten Chemiewerke Russlands, das Dünger sowie Bestandteile für die Munitionsproduktion herstellt. Im Gebiet Jaroslawl berichtete Gouverneur Michail Jewrajew von einem Drohnenangriff auf Industrieobjekte zur Kraftstofflagerung, bei dem ein Brand ausbrach. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 249 Flugobjekten. Die ukrainischen Angriffe wirken sich bereits auf die Kraftstoffversorgung aus: Benzin-Engpässe werden aus Tatarstan, Moskau, St. Petersburg und der Krim gemeldet.
Selenskyj kündigt Reisen zu Gipfeln von G7, EU und Nato an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für die kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Partnerstaaten auf mehreren Gipfeltreffen angekündigt. Es gehe um neue Sanktionen gegen Russland, mehr Unterstützung für die Ukraine und besonders um Flugabwehr und weitreichende Waffen, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Kiew hofft zudem auf Fortschritte bei Abkommen, die Investitionen in die ukrainische Drohnenproduktion gegen die Lieferung fertiger Drohnen vorsehen. Er nannte das G7-Treffen in Frankreich, den EU-Gipfel in Brüssel und den Nato-Gipfel in der Türkei.
Atomkraftwerk Saporischschja wieder am Stromnetz
Nach fast drei Tagen ist das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine wieder an das Stromnetz angeschlossen worden. Eine beschädigte Hochspannungsleitung sei repariert worden, teilten die Kraftwerksleitung und der ukrainische Atomkonzern Energoatom mit. Die seit Mittwoch zur Stromversorgung eingesetzten Dieselgeneratoren sind wieder im Bereitschaftszustand. Es war bereits der 19. Stromausfall, seitdem russische Truppen das Kraftwerk eroberten.
Trump plant Arbeitssitzung mit Selenskyj bei G7-Gipfel
US-Präsident Donald Trump nimmt beim G7-Gipfel in Frankreich an einer Arbeitssitzung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teil. Ein bilaterales Treffen der beiden ist nach Angaben von hochrangigen Vertretern der US-Regierung zwar nicht geplant, sie könnten jedoch am Rande des Gipfels zusammenkommen. Zudem trifft sich Trump separat mit den Staats- und Regierungschefs von Ägypten, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich und Indien.
Ukraine meldet Angriff auf Ölanlage in Russland
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Ölverarbeitungs- und Pumpanlage in der Nähe des Orts Kotowo in der russischen Region Wolgograd angegriffen. Dadurch sei ein Feuer ausgebrochen, teilte der ukrainische Generalstab auf Telegram mit.
Russland: Ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Hafenanlage
Im südrussischen Temrjuk ist nach Angaben der Regionalregierung ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hafenterminal getötet worden. Zudem sei in der Anlage ein Feuer ausgebrochen, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew mit. Auch die Behörden der Region Wolgograd meldeten einen Angriff mit Brand in einem Industriegebiet.
Russland meldet Abschuss von 185 ukrainischen Drohnen – ein Toter
Russland ist am Freitag Ziel eines massiven ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Das Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von 185 unbemannten Fluggeräten innerhalb von zwölf Stunden. Diese seien über rund einem Dutzend Regionen abgefangen worden. In der Region Brjansk kam ein Mensch ums Leben, eine weitere Person wurde verletzt. Auch die Hauptstadt Moskau wurde angegriffen; mehrere Drohnen seien abgewehrt worden, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin.
EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und Moldau am Montag
Die EU wird am Montag die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau beginnen. Wie die zyprische Ratspräsidentschaft mitteilte, haben die Mitgliedstaaten nach dem Ende der ungarischen Blockade einen gemeinsamen Standpunkt zum ersten Verhandlungsabschnitt vereinbart und damit die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen.



