Prien zu Leihmutterschaft: „Das muss unendlich schwer sein“
Prien: Leihmutterschaft „unendlich schwer“

Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn hat eine Debatte über die in Deutschland verbotene Leihmutterschaft eingesetzt. Der ehemalige Unionsfraktionschef Johann Prien zeigte sich betroffen: „Das muss unendlich schwer sein“, sagte er mit Blick auf Spahns Entscheidung. Spahn war am Samstag zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er Vater durch eine Leihmutter in den USA geworden war.

Spahn-Nachfolge: Diese Namen werden gehandelt

Die Union will nun zeitnah einen Nachfolger für Spahn bestimmen. Als mögliche Kandidaten gelten unter anderem der bisherige Fraktionsvize Friedrich Merz sowie der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Auch die Gesundheitspolitikerin Bettina Lugk wird genannt. Die Entscheidung soll noch in dieser Woche fallen.

Debatte über Leihmutterschaft in Deutschland

Der Fall Spahn hat eine grundsätzliche Diskussion über Leihmutterschaft ausgelöst. In Deutschland ist die Leihmutterschaft nach § 1 des Embryonenschutzgesetzes verboten. Kritiker fordern eine Liberalisierung, während Gegner vor ethischen Problemen warnen. Prien betonte, dass die persönliche Situation Spahns nicht pauschal auf andere übertragbar sei. „Jeder Fall ist anders“, so Prien. Die Debatte werde jedoch zeigen, ob eine Reform des Rechts notwendig sei.

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Reaktionen aus der Politik

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zeigte Verständnis für Spahns Schritt, betonte aber die Notwendigkeit einer ethischen Diskussion. „Wir müssen die gesetzlichen Regelungen überprüfen, ohne voreilige Schlüsse zu ziehen“, sagte Lauterbach. Die Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) sprach sich für eine Entkriminalisierung der Leihmutterschaft aus. „Viele Paare leiden unter Unfruchtbarkeit und sollten alle medizinischen Möglichkeiten erhalten“, so Spiegel.

Hintergrund: Spahns Rücktritt

Jens Spahn hatte am Samstag seinen Rücktritt als Unionsfraktionschef erklärt. Grund war die öffentliche Diskussion über seine Vaterschaft durch eine Leihmutter. Spahn hatte dies zunächst nicht öffentlich gemacht, was zu Kritik führte. In seiner Rücktrittserklärung bat er um Verständnis für seine private Entscheidung. Die Union würdigte Spahns Arbeit, betonte aber, dass die Fraktion nun einen Neuanfang brauche.

Ausblick

Die Debatte über Leihmutterschaft wird voraussichtlich in den kommenden Wochen weitergehen. Die Union plant eine fraktionsinterne Diskussion, bevor ein Nachfolger gewählt wird. Die SPD hat bereits angekündigt, das Thema im Bundestag zu behandeln. Ob es zu einer Gesetzesänderung kommt, bleibt abzuwarten.

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