In Teheran haben die iranischen Mullahs ein Propaganda-Plakat enthüllt, das US-Präsident Donald Trump tot in einem Sarg darstellt. Das Plakat hängt riesig im Herzen der Stadt und trägt auf Persisch und Englisch die Aufschrift: „Wir werden Trump töten.“ Die Nachrichtenagentur AP veröffentlichte Fotos des Plakats, das als offener Aufruf zur Vergeltung interpretiert wird. Hintergrund sind die anhaltenden Rufe nach Rache nach der Beisetzung des iranischen Führers Chamenei, der bei US-israelischen Luftangriffen Ende Februar getötet worden war.
Chameneis Tod als Propagandainstrument
Seit der Beisetzung Chameneis im nordostiranischen Maschhad am vergangenen Freitag haben sich die Rufe nach Vergeltung verstärkt. Das Regime nutzt den Tod seines langjährigen Führers, um ihn als Märtyrer zu stilisieren und die eigenen Rachegelüste zu legitimieren. Das Plakat ist der neueste persönliche Angriff auf Trump und zeigt die Eskalation der Rhetorik.
Verhandlungen trotz Drohungen
Trotz der offenen Drohungen gegen Trump stehen beide Seiten weiterhin in Kontakt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte, dass der Iran „nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika“ stehe. Dies deutet darauf hin, dass hinter den Kulissen weiterhin Verhandlungen stattfinden, obwohl sich die Kriegsparteien täglich mit Raketen und Drohnen angreifen.
Strategische Falle für Trump
Für US-Präsident Trump wird der Konflikt zunehmend zur strategischen Falle. Er kann die Todesdrohungen des iranischen Regimes nicht ignorieren, möchte aber den in der Heimat unpopulären Krieg vor den wichtigen Midterm-Wahlen im Herbst beenden. Die Mullahs kennen Trumps Dilemma und nutzen ihren Verhandlungsspielraum maximal aus. Dabei riskieren sie jedoch selbst viel: Die USA und Israel haben bereits gezeigt, dass ihre Geheimdienste große Teile der iranischen Führung ausschalten können. Sollte der Krieg wieder aufflammen, droht den Mullahs dasselbe Schicksal.



