Prozess gegen Mette-Marits Sohn: Warum Marius bei Urteil fehlt
Prozess gegen Mette-Marits Sohn: Warum Marius fehlt

Prozess gegen Sohn von Mette-Marit: Warum Marius bei der Urteilsverkündung fehlt

Am Montag, den 15. Juni, entscheidet sich das Schicksal von Marius Borg Høiby (29). Doch er wird nicht im Gerichtssaal anwesend sein. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) muss sich seit Februar in Untersuchungshaft befinden. Sieben Wochen Prozess, 40 Anklagepunkte, vier Vergewaltigungsvorwürfe – und eine Monarchie im Krisenmodus. Wenn um 08:30 Uhr das Urteil verkündet wird, wird Marius per Video-Link zugeschaltet.

Gesundheitliche Gründe für sein Fernbleiben

Seine Anwältin Ellen Holager Andenaes erklärte gegenüber der norwegischen Zeitung „VG“, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich erscheinen könne. Welche Krankheit genau vorliegt, wollte sie nicht preisgeben. Erst am vergangenen Mittwoch war Marius im Krankenhaus, um eine Art „Krankschreibung“ zu erhalten. Das Gericht in Oslo teilte jedoch mit: „Das hat keinerlei Konsequenzen, das Urteil wird verkündet.“

Der Prozess des Jahrhunderts in Norwegen

Marius Borg Høiby ist der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit. Zusammen mit Kronprinz Haakon (52) hat sie zwei weitere Kinder. Der Prozess entwickelte sich schnell zum „Prozess des Jahrhunderts“ in Norwegen. Wochenlang sagten Zeugen, Ex-Freundinnen und Ermittler aus. Die Staatsanwaltschaft zeichnete das Bild eines Mannes, der über Jahre hinweg Frauen verletzt und Grenzen überschritten haben soll. Die Vorwürfe umfassen Vergewaltigung, Gewalt gegen Ex-Partnerinnen, Verstöße gegen Kontaktverbote sowie Drogendelikte.

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Marius drohen sieben Jahre Haft

Die Staatsanwaltschaft hat vor Gericht 7 Jahre und 7 Monate Haft gefordert. Bei einer Verurteilung in den schwersten Anklagepunkten könnte die Strafe in dieser Größenordnung liegen. Sprich: mehrere Jahre Gefängnis. Bei einer teilweisen Verurteilung wäre eine deutlich niedrigere Haftstrafe möglich. Wird er bei den schwersten Vorwürfen freigesprochen, fällt die Strafe deutlich milder aus. Sie würde sich dann auf die Delikte beschränken, die er eingeräumt hat oder die das Gericht als bewiesen ansieht. Da Marius bereits seit Monaten in Untersuchungshaft sitzt, würde diese Zeit auf eine spätere Freiheitsstrafe angerechnet werden.

Marius bestreitet die Vorwürfe

Høiby bestreitet die Vergewaltigungsvorwürfe. Einige weniger schwere Delikte räumte er jedoch ein, darunter Drogendelikte und Verstöße gegen Auflagen. Seine Anwälte fordern deshalb eine deutlich mildere Strafe. Das Urteil wird mit Spannung erwartet, nicht nur in Norwegen, sondern auch international.

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