Putins Realitätsflucht beim Wirtschaftsforum in brennendem St. Petersburg
Während ukrainische Drohnen das Ölterminal in Sankt Petersburg in Brand setzten, feierte die russische Elite beim Wirtschaftsforum. Selbst kremlnahe Stimmen sprechen nun offen von einer Realitätsflucht. Eine Kolumne von Mikhail Zygar.
Die Stadt brannte – und Putin tat so, als sei nichts geschehen. Das Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg fand unter dem Eindruck schwerer Angriffe statt. Ukrainische Drohnen hatten das Ölterminal in der Stadt getroffen, was zu einem Großbrand führte. Dennoch inszenierte sich die russische Führung beim Wirtschaftsforum, als ob die Lage völlig normal wäre.
Diese Diskrepanz zwischen öffentlichen Erklärungen und der tatsächlichen Besorgnis unter den Teilnehmern war deutlich spürbar. Kremlnahe Kreise äußerten sich besorgt über die zunehmende Bedrohung durch ukrainische Angriffe, während die offizielle Darstellung die Gefahr herunterspielte.
Die Kolumne von Mikhail Zygar beleuchtet diese Realitätsflucht der russischen Elite. Der Autor beschreibt, wie die Führung des Landes in einer Scheinwelt lebt, während die Realität des Krieges immer näher rückt. Die Angriffe auf St. Petersburg sind ein klares Zeichen dafür, dass der Krieg nicht nur in der Ukraine, sondern auch auf russischem Boden stattfindet.
Das Wirtschaftsforum diente als Bühne für die Inszenierung von Normalität und Stärke, während die Stadt tatsächlich brannte. Diese Täuschung wird von immer mehr Beobachtern kritisiert. Die russische Bevölkerung und die Elite müssen sich der Realität stellen, dass der Krieg auch ihre Sicherheit bedroht.



