Rückschlag für Fernandes: Spanien gibt Fall an Deutschland ab
Rückschlag für Fernandes: Fall geht nach Deutschland

Rückschlag für Fernandes: Spanische Behörden sehen Deutschland in der Pflicht

Palma de Mallorca. Die Schauspielerin Collien Fernandes erleidet eine Niederlage vor der spanischen Justiz: Ein Gericht auf Mallorca hat die Abgabe des Ermittlungsverfahrens gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen an die deutsche Justiz endgültig bestätigt. Zuvor war ein Widerspruch von Fernandes zurückgewiesen worden, wie die Rechtsanwälte beider Seiten bestätigten. Die „Mallorca Zeitung“ hatte zuerst berichtet. Eine Justizsprecherin reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Für Christian Ulmen gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.

Fernandes will Verfahren in Spanien belassen

Fernandes möchte nach wie vor, dass das Verfahren gegen ihren Ex-Mann auf Mallorca geführt wird. Ihr spanischer Rechtsanwalt Jorge Agüero Lafora erklärte auf Anfrage: „Rechtsmittel sind eingelegt.“ Die Ablehnung des Widerspruchs solle von der nächsthöheren Gerichtsinstanz überprüft werden. Fernandes hatte Ulmen im Dezember 2025 in Palma angezeigt. Das zuständige Gericht hält jedoch die deutsche Justiz für zuständig, da beide Beteiligten deutsche Staatsbürger sind, die Unterlagen in deutscher Sprache vorliegen und sich die meisten Vorwürfe in Deutschland ereignet haben sollen.

Vorwürfe und parallele Ermittlungen

Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen Ulmen: Körperliche Übergriffe, Erstellung von Fake-Profilen in ihrem Namen und Verbreitung pornografischer Darstellungen. Diese Vorwürfe hatten eine breite Debatte über sexualisierte Gewalt sowie Demonstrationen in mehreren deutschen Städten ausgelöst. Parallel zu den spanischen Behörden ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam in der Sache. Gegenstand der Anzeige in Spanien sind unter anderem Vortäuschung einer Identität, Verletzung von Geheimnissen, Beleidigung mit öffentlicher Verbreitung, fortgesetzte Misshandlung und schwere Bedrohung. Deepfake-Pornos waren ausdrücklich nicht Teil der Anzeige.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Weitere Entwicklung

Die spanische Justiz hat die Strafanzeige von Fernandes an Deutschland abgegeben. Ihre Anwälte können jedoch vor einer höheren Instanz in Spanien Einspruch einlegen. Das Landgericht Hamburg hatte Anfang Mai einen Großteil der „Spiegel“-Berichterstattung für zulässig erklärt, in der Fernandes ihre Vorwürfe öffentlich machte. Ulmen schweigt zu den Vorwürfen und genießt die Unschuldsvermutung.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration