Rob Reiners letzter Sketch: Posthumer Seitenhieb gegen Donald Trump
Rob Reiners letzter Sketch: Seitenhieb gegen Trump

Der letzte TV-Auftritt des mutmaßlich ermordeten Regisseurs und Schauspielers Rob Reiner ist ein posthumer Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump. In einem Sketch der Show „Life, Larry, and the Pursuit of Unhappiness“ von Larry David, der am 3. Juli 2026 ausgestrahlt wurde, spielt Reiner den ersten US-Präsidenten George Washington. Der Sketch war am 13. November 2025 gedreht worden und bis zur Ausstrahlung geheim gehalten worden.

Washingtons Botschaft gegen eine dritte Amtszeit

In dem Sketch erklärt Reiner als Washington vor einer Menschenmenge, warum er selbst keine dritte Amtszeit anstreben würde: „Ich bin der Meinung, dass niemand mehr als zwei Amtszeiten als Präsident im Amt sein sollte, und ich hoffe, dass zukünftige Präsidenten meinem Beispiel folgen werden.“ Ein Zuschauer, gespielt von Larry David, fragt daraufhin, was passieren würde, wenn ein zukünftiger Präsident für eine dritte Amtszeit kandidieren würde. Washington verweist auf die Möglichkeit einer Verfassungsänderung durch den Kongress.

Konkrete Anspielungen auf Trump

Davids Figur gibt sich nicht zufrieden und stellt immer konkretere Fragen: „Was, wenn ein Arschloch im Amt sitzt, so ein narzisstischer Mistkerl, der sich nicht an die Verfassung hält?“ Washington erklärt, dass das System der Gewaltenteilung dies verhindern würde. Doch David hakt nach: „Aber was ist, wenn der Oberste Gerichtshof aus lauter Ja-Sagern besteht und der Kongress aus lauter Weicheiern, denen die Partei wichtiger ist als das Land?“ Er fügt hinzu: „Er könnte die Präsidentschaft nutzen, um sich selbst und seine Familie zu bereichern. Er könnte Truppen in amerikanische Städte schicken, um amerikanische Bürger zu terrorisieren und sogar zu töten – alles nur, um davon abzulenken, dass er mit einem Pädophilen befreundet ist!“ Auch Angriffe auf Universitäten und die freie Presse werden erwähnt.

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Jimmy Kimmel und das „große Baby“

Ein weiterer Mann, gespielt von Jimmy Kimmel, der ebenfalls Konflikte mit Trump hatte, fragt: „Wolltet Ihr damit sagen, der Präsident würde sich die Zeit nehmen, jeden herauszufordern, der es wagt, sich über ihn lustig zu machen? Als wäre er ein großes Baby?“ Reiners Figur fragt zurück: „Welcher ordnungsgemäß gewählte Präsident würde so etwas tun?“ Davids Figur antwortet: „Ein unsicherer, lügender Arsch, der sogar beim Golf schummeln würde. Er würde beim Golf schummeln.“

Regisseur spricht von „letztem Lachen“

Der Regisseur der Show, Jeff Schaffer, sagte gegenüber dem Branchenmedium „Variety“, der Sketch sei ein „letztes Lachen“ auf Kosten von Trumps. Der Sketch sei am 13. November gedreht worden. Bei einer Premiere in Los Angeles sei er durch anderes Material ersetzt worden, um Reiners Rolle bis zur Ausstrahlung am Freitag geheim zu halten. „Es fühlte sich einfach nicht richtig an, ihn so der Welt zu zeigen“, so Schaffer. „Wir haben lange und gründlich darüber nachgedacht, wie der Sketch laufen soll – und am Ende haben wir entschieden, dass der 3. Juli der perfekte Zeitpunkt ist. Einfach rauslassen, am Wochenende des 4. Juli, zum 250. Jahrestag, und es so wirken lassen.“

Hintergrund: Mord an Rob Reiner

Reiner und seine Frau, die Fotografin und Produzentin Michele Singer Reiner, wurden am 14. Dezember 2025 in ihrem Haus in Brentwood, Los Angeles, erstochen aufgefunden. Ihr Sohn Nick Reiner wurde wenige Stunden später als Tatverdächtiger festgenommen und hat sich in zwei Anklagepunkten wegen Mordes für nicht schuldig erklärt. Trumps Kommentare zu Reiners Tod hatten für Empörung gesorgt. Auf seiner Plattform Truth Social nannte Trump Reiner einen „gequälten und kämpfenden“ Menschen, der gestorben sei, weil er Wut ausgelöst habe „durch seine massive, unbeirrbare und unheilbare Erkrankung an einer geistig lähmenden Krankheit namens Trump-Wahn-Syndrom“. Auf eine Reporterfrage sagte Trump zudem, Reiner sei eine „geistesgestörte Person“ gewesen.

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