US-Außenminister Marco Rubio hat dem Iran vorgeworfen, nicht ernsthaft an einer Vereinbarung zur Beendigung des Krieges interessiert zu sein. Bei einem Treffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Manila sagte Rubio, Teheran wolle zwar Gespräche führen, sei aber nicht wirklich an einer belastbaren Einigung interessiert. „Das Problem bei ihnen ist, dass man keine Vereinbarungen mit Leuten treffen kann, die sich nicht daran halten“, so Rubio. Er warf dem Iran vor, Abkommen systematisch zu brechen oder nachträglich zu ändern. Dafür bezahle Teheran nun den Preis. Möglicherweise ändere die iranische Führung in den kommenden Tagen ihre Haltung, wenn sie weiter schwere Verluste erleide.
Jordanien meldet erneuten iranischen Beschuss
Jordanien steht weiterhin unter iranischem Beschuss. Die jordanische Luftwaffe habe innerhalb von 24 Stunden erneut iranische Raketen und Drohnen abgefangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf die Streitkräfte. Drei Raketen seien abgeschossen worden, eine vierte sei in einem abgelegenen, unbewohnten Gebiet niedergegangen. Jordanien beheimatet US-Truppen und Flugzeuge der US-Luftwaffe und ist damit ein mögliches Ziel Irans für Vergeltungsangriffe.
Huthis greifen saudische Öltanker an
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Die Schiffe mit den Namen ENCELA und LAYLIA hätten eine von der Gruppe verhängte Seeblockade verletzt, hieß es zur Begründung. Die Huthis hatten am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens liegt zunächst nicht vor.
Kallas fordert Stopp der Drohungen gegen Schifffahrt
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Huthi-Rebellen aufgefordert, ihre Drohungen gegen den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer zu beenden. Die angekündigte Seeblockade gegen Saudi-Arabien sei eine Gefahr für die regionale Stabilität und eine gefährliche Eskalation. Solche Angriffe seien inakzeptabel und verschärften die ohnehin fragile Lage im Nahen Osten. Kallas betonte, dass der EU-Marineeinsatz „Aspides“ weiter bereit sei, die Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer zu schützen.
Iran droht mit Blockade von Ölexporten
Der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf drohte, dass niemand in der Region Öl verkaufen könne, wenn der Iran daran gehindert werde. „Die Logik dieses Krieges ist klar: entweder alle oder keiner“, schrieb er auf X. Die Sicherheit der Straße von Hormus hänge vom Fernbleiben der US-Streitkräfte ab. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zu bombardieren, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschieße.
Weltbank warnt vor globalem Wirtschaftseinbruch
Eine Eskalation im Krieg zwischen den USA und dem Iran könnte die globale Wirtschaft in eine schwere Krise stürzen. Das weltweite Wachstum könnte auf 1,3 Prozent einbrechen, sagte Weltbank-Chefökonom Indermit Gill. 2025 legte das globale Bruttoinlandsprodukt noch um 2,9 Prozent zu. Sollte sich der Konflikt ein halbes Jahr oder länger hinziehen, könnte dies die Inflationsrate auf 4,5 Prozent treiben. Der Gaspreis (TTF) stieg auf 63 Euro pro Megawattstunde, den höchsten Stand seit Kriegsbeginn.
Weitere Entwicklungen
Das bulgarische Parlament erlaubte dem US-Militär die Nutzung eines Luftwaffenstützpunktes für Einsätze im Nahen Osten. Pakistan drohte mit einem Militäreinsatz im Huthi-Konflikt und verwies auf sein Militärbündnis mit Saudi-Arabien. Der Iran dementierte nukleare Aktivitäten am Standort „Pickaxe Mountain“. Die USA starteten die zwölfte Nacht in Folge Angriffe gegen militärische Ziele im Iran. Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam besuchte ein zerstörtes Dorf im Süden und kündigte den Wiederaufbau an.



