Mehrere Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine
In der Ukraine sind bei russischen Angriffen erneut rund ein Dutzend Menschen verletzt worden. Besonders betroffen waren die Städte Charkiw und Cherson sowie die Region Dnipropetrowsk. In der grenznahen Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine habe es Einschläge in zwei Wohnblocks gegeben, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Dabei seien in Charkiw zwei Personen verletzt worden, eine weitere Frau habe es in der Kleinstadt Bohoduchiw getroffen, schrieb er auf Telegram.
Angriffe auf Cherson und Dnipropetrowsk
Drei Verletzte gab es in der Nacht auch im südukrainischen Cherson. Das russische Militär beschoss die Stadt mit Artillerie. Nach Angaben der Stadtverwaltung schlug ein Geschoss gegen 1.30 Uhr Ortszeit (0.30 Uhr MESZ) in einem Wohnhaus ein. Vier weitere Personen wurden nach Behördenangaben in den Landkreisen der Region verletzt, allerdings blieb bei diesen Angaben offen, ob die Opfer in der Nacht oder im Verlaufe des Vortags getroffen wurden.
Vier weitere Verletzte gab es in der Region Dnipropetrowsk. Eine 54-Jährige schwebe in Lebensgefahr, teilte der Gouverneur Olexander Hanscha am Morgen mit. Zum Zeitpunkt der Angriffe machte er keine Angaben.
Selenskyj plädiert für Friedensgespräche
Unterdessen hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem US-Fernsehinterview für Friedensgespräche mit Russland vor dem Winter ausgesprochen. In dem am Sonntag ausgestrahlten Gespräch mit dem Sender CBS warb Selenskyj um die Unterstützung des US-Publikums und verwies auf eine verbesserte strategische Lage der Ukraine. „Es begann im Dezember 2025, Russland begann die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren“, sagte Selenskyj in der Sendung „Face the Nation“. „Wir haben also jetzt diese Zeitspanne vor dem Winter … vor dem Winter müssen wir einen Weg finden, einen diplomatischen Weg, uns zusammenzusetzen und zu sprechen.“
Die russischen Angriffe in der Nacht zeigen jedoch, dass die Kämpfe weitergehen. Die ukrainischen Behörden arbeiten daran, die Verletzten zu versorgen und die Schäden zu beseitigen. Internationale Reaktionen auf die jüngsten Angriffe stehen noch aus.



