Russische Provokation: Schweden fängt Kampfjets ab
Die schwedische Armee hat eigenen Angaben zufolge zwei russische Kampfjets über der Ostsee abgefangen. Die beiden Vorfälle ereigneten sich am Freitag im südlichen und nördlichen Teil der Ostsee. Dabei ließ die Armee jeweils zwei Kampfflugzeuge vom Typ JAS 39 Gripen aufsteigen, um die russischen Maschinen abzufangen. Auch Kampfflugzeuge der Nato seien gestartet, um die Sicherheit im gemeinsamen Luftraum zu gewährleisten, wie die Armee mitteilte.
Hintergründe der Vorfälle
Die russischen Jets vom Typ Su-24 Fencer und Su-34 Fullback waren in die Nähe des schwedischen Luftraums geflogen, verletzten diesen jedoch nicht. Das schwedische Militär bezeichnete die Vorfälle als ernst und als Teil eines wiederkehrenden Verhaltensmusters, das die territoriale Integrität und Sicherheit Schwedens bedrohe. Russland äußerte sich bislang nicht zu den Vorfällen.
Spannungen im Ostseeraum
Schweden war im März 2024 der Nato beigetreten. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 haben die Spannungen im Ostseeraum zugenommen. Ende Mai schickte die deutsche Marine ihr Aufklärungsschiff „Oste“ in die Ostsee, um auf die gestiegene russische Präsenz zu reagieren. Russland soll im Seegebiet zwischen Fehmarn und Rostock seit Wochen Marineschiffe positionieren, darunter den Zerstörer „Severomorsk“.
Warnungen vor russischem Angriff
Zuletzt mehrten sich Warnungen vor einem möglichen russischen Schlag gegen die Nato. Großbritannien geht davon aus, dass Russland in vier Jahren die Nato angreifen könnte. Zu diesem Schluss seien britische Geheimdienste und weitere Nato-Staaten gekommen, sagte Premierminister Keir Starmer kürzlich.



