Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat sich hinter eine mögliche Kandidatur von Landtagspräsidentin Ilse Aigner für das Amt des Bundespräsidenten gestellt. In einem Interview mit den Zeitungen „Münchner Merkur“ und „tz“ sagte Söder: „Die Union wird nach dem Sommer einen Vorschlag machen. Wenn Ilse Aigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung.“
Aigner wird unionsintern immer wieder für das höchste Staatsamt ins Gespräch gebracht, auch weil viel für die erstmalige Besetzung des Amtes mit einer Frau spricht. Offiziell hat die CSU-Politikerin, die seit 2018 Präsidentin des Bayerischen Landtags ist, ihre Kandidatur jedoch noch nicht erklärt.
Die Wahl des nächsten Bundespräsidenten findet am 30. Januar 2026 statt. Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren; seine Amtszeit endet im März 2027. Neben Aigner werden auch Bundesbildungsministerin Karin Prien und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (beide CDU) als mögliche Kandidatinnen gehandelt.
Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hatte sich zuletzt für einen gemeinsamen Vorschlag von Union und SPD ausgesprochen und sich ebenfalls eine Frau als Staatsoberhaupt gewünscht. Die Bundesversammlung setzt sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten sowie einer gleich großen Zahl von Delegierten aus den Landtagen zusammen.



