US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj werden am 28. Juli 2026 in Washington zu Beratungen im Weißen Haus zusammenkommen. Das gab das US-Präsidialamt bekannt. Selenskyj hatte zuvor eine anstehende Reise in die USA bestätigt, ohne Details zu nennen. Das Treffen findet vor dem Hintergrund anhaltender russischer Angriffe auf die Ukraine statt, bei denen zuletzt wieder zahlreiche Zivilisten getötet und verletzt wurden.
Russischer Raketenangriff auf Region Kiew fordert sechs Tote
Bei einem russischen Raketenangriff auf die Hauptstadt-Region Kiew sind nach Angaben von Präsident Selenskyj sechs Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Die Bemühungen, den genauen Hergang und das Schicksal der Betroffenen zu klären, dauerten an, erklärte Selenskyj auf Telegram. Zuvor waren in Kiew mehrere Explosionen zu hören, die Flugabwehr war im Einsatz, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte.
Ukraine wirft Russland Erschießung eines Kriegsgefangenen vor
Die ukrainische Staatsanwaltschaft hat Russland beschuldigt, einen weiteren Kriegsgefangenen erschossen zu haben. Russische Militärs hätten einen ukrainischen Soldaten beim Dorf Jalta im Gebiet Donezk gefangen genommen, hieß es. Auf Befehl eines Vorgesetzten habe ein russischer Soldat den Gefangenen nach einem Verhör erschossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Vorwurfs eines Kriegsverbrechens.
Gegenseitige Angriffe fordern Tote in Russland und Ukraine
In der ostukrainischen Stadt Slowjansk wurden bei einem russischen Luftangriff fünf Menschen getötet und neun verletzt, wie Gouverneur Wadym Filaschkin mitteilte. Zwei Fliegerbomben beschädigten zehn Privathäuser, ein Unternehmen und das Gelände des lettischen Konsulats. In der Region Mykolajiw wurden bei einem Drohnenangriff zwei zivile Schiffe beschädigt, Verletzte gab es nicht. Auf russischer Seite tötete ein ukrainischer Raketenangriff auf eine Fabrik in der Region Kirow sechs Menschen und verletzte 26, wie Gouverneur Alexander Sokolow mitteilte. Die Region Kirow liegt im östlichen Teil des europäischen Russland.
Selenskyj spricht mit Raytheon über Patriot-Produktion
Präsident Selenskyj traf sich mit Vertretern des US-Unternehmens Raytheon, das die Flugabwehrsysteme Patriot herstellt. Laut Selenskyj ist Raytheon bereit, gemeinsam mit der Ukraine Abfangraketen zu produzieren. Die Ukraine ist dringend auf Patriot-Systeme angewiesen, um ballistische Raketen abzuwehren. US-Präsident Trump hatte vor knapp drei Wochen angekündigt, der Ukraine eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Systemen zu erteilen.
Lawrow: Moskau erreicht Kriegsziele notfalls auch gegen USA
Russlands Außenminister Sergej Lawrow betonte die Entschlossenheit Moskaus zur Durchsetzung seiner Kriegsziele – notfalls auch gegen den Willen der USA. Washington habe offenbar seine Haltung zu den zwischen Kremlchef Putin und Trump in Alaska getroffenen Vereinbarungen geändert, sagte Lawrow am Rande eines Gipfels in Kirgistan. „Natürlich haben wir mehrfach gesagt, dass wir eine diplomatische Lösung vorziehen würden, aber unsere Ziele erreichen wir unter allen Umständen“, so Lawrow.
Rumänien schießt eingedrungene Drohne ab
Ein rumänischer Kampfjet hat eine in den Luftraum eingedrungene Drohne abgeschossen. Präsident Nicusor Dan teilte auf X mit, der Pilot an Bord einer F-16 habe die Drohne über einem unbewohnten Gebiet abgeschossen. Woher die Drohne stammt, gab Dan nicht an. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Drohne sei nahe der Stadt Padina im Osten des Landes abgeschossen worden.
150.000 Menschen in Tschernihiw ohne Strom nach russischem Angriff
Nach einem russischen Angriff auf eine Energieanlage in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw sind rund 150.000 Verbraucher ohne Strom. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung seien im Gange, teilte der regionale Energieversorger mit. Russland greift immer wieder die Energieversorgung in der Ukraine an.
Feuer in Wildberries-Lagerhalle nach Drohnenangriff
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff ist in einer Lagerhalle des russischen Online-Händlers Wildberries im Gebiet Leningrad ein Feuer ausgebrochen. Drei Menschen wurden verletzt, teilte Gouverneur Alexander Drosdenko mit. Der Betrieb an zwei Logistikstandorten wurde eingestellt. In den vergangenen Tagen gab es bereits wiederholt Angriffe auf Wildberries-Lager.
IAEA: Militäraktivitäten stören Wasserversorgung am AKW Saporischschja
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, dass militärische Aktivitäten die Wasserversorgung von Teilen des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja beeinträchtigen. Generaldirektor Rafael Grossi erklärte, Angriffe in und um Enerhodar hätten die lokale Strominfrastruktur getroffen, was zu einem Ausfall der Wasserversorgung führte. Es gebe jedoch keinen Mangel an Brunnenwasser zur Kühlung der Reaktoren.
Dutzende Verletzte bei Bombenangriff auf Saporischschja
Ein russischer Bombenangriff auf die südukrainische Stadt Saporischschja forderte mindestens 25 Verletzte, darunter sechs Minderjährige, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Das russische Militär warf fünf Gleitbomben ab und beschädigte Wohnhäuser und eine medizinische Einrichtung.
Kasachstan drosselt Ölförderung nach ukrainischen Drohnenangriffen
Kasachstan hat eine Drosselung seiner Ölfördermengen bekanntgegeben, begründet mit der Sicherheitslage am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums im russischen Hafen Noworossijsk, der wiederholt Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war. Die Verladevorgänge seien vorübergehend ausgesetzt, um die Sicherheit der Schiffe und der Umwelt zu gewährleisten.



