Steinmeier gratuliert Trump zum 80. mit Appellen für Demokratie
Steinmeier gratuliert Trump mit Appellen für Demokratie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Glückwünsche für US-Präsident Donald Trump zu dessen 80. Geburtstag mit vielsagenden Appellen verknüpft. In seinem Schreiben betonte Steinmeier die Bedeutung der Demokratie und der transatlantischen Partnerschaft und berührte damit wunde Punkte der aktuellen politischen Lage.

Glückwünsche mit politischem Unterton

In der offiziellen Mitteilung des Bundespräsidialamtes heißt es: „Für die vielfältigen Herausforderungen Ihres Amtes wünsche ich Ihnen zugleich Weisheit, Zuversicht und die positive Kraft, die aus der Verfassung und der langen demokratischen Geschichte Ihres Landes erwächst.“ Die USA bereiten sich derzeit auf die Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung Anfang Juli vor. Kritiker Trumps sehen dessen Innenpolitik jedoch als Gefahr für die Demokratie.

Erinnerung an die deutschen Wurzeln

Steinmeier erinnerte in seinem Brief auch an die deutschen Wurzeln von Trumps Familie. Dessen Großvater war einst aus der Pfalz in die USA ausgewandert. Der Bundespräsident schrieb: „Es waren Generationen mutiger Auswanderer, die einst ihre Heimat verließen und in Amerika Außerordentliches aufbauten – ein Beitrag, der die Geschichte beider Länder bereichert hat.“ Er fügte hinzu: „Es sind Familiengeschichten wie die Trumps, die unsere transatlantische Partnerschaft in besonderem Maße prägen und unsere Länder über Generationen hinweg miteinander verbinden.“

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Appell für transatlantische Partnerschaft

Außenpolitisch hatte Trump seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr mehrere Beben ausgelöst und wiederholt Konfrontationskurs mit den traditionellen europäischen Verbündeten gefahren – sei es mit seiner Zollpolitik, seinen Gebietsansprüchen auf das zu Dänemark gehörende Grönland oder in der Haltung zum Ukrainekrieg. Steinmeier warb daher in seinem Glückwunschschreiben für die transatlantische Partnerschaft: „Lassen Sie uns das Erbe dieser engen Verbundenheit zwischen unseren beiden Ländern wertschätzen und den transatlantischen Austausch weiter fördern.“

Der US-Präsident hatte kürzlich als Reaktion auf Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Irankrieg angekündigt, einen Teil der in Deutschland stationierten US-Truppen abzuziehen. Zum Achtzigsten gönnt sich Donald Trump ein brutales Kampfsportspektakel vor dem Weißen Haus, und möglicherweise steht auch ein Abkommen mit Iran bevor.

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