Die Spannungen um die Straße von Hormus erreichen eine neue Eskalationsstufe. US-Präsident Donald Trump kündigte eine Blockade der strategisch wichtigen Meerenge ab Dienstag an. Demnach sollen alle Güter, die die Straße passieren, mit einer Abgabe von 20 Prozent belegt werden. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi reagierte umgehend mit Spott und bezeichnete die Ankündigung als „lächerlich“ und „realitätsfern“.
Vierte US-Angriffswelle gegen Iran
Die Ankündigung erfolgt im Zuge der vierten Angriffswelle der USA gegen Ziele im Iran. Laut dem US-Zentralkommando Centcom kamen dabei neben Kampfflugzeugen und Drohnen erstmals auch schwimmende Drohnen zum Einsatz. Die Angriffe sind Teil der wieder aufgeflammten Feindseligkeiten, die in der vergangenen Woche begannen. Die Straße von Hormus ist vorerst blockiert, was bereits zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise geführt hat.
Iranische Reaktion: Spott und Trotz
Außenminister Araghtschi machte sich öffentlich über die US-Pläne lustig. In einer Stellungnahme erklärte er, der Iran lasse sich nicht durch „kindische Drohungen“ einschüchtern. Die 20-Prozent-Abgabe sei ein Ausdruck von Hilflosigkeit. „Die USA versuchen, ihre militärische Niederlage mit wirtschaftlichem Druck zu kompensieren“, so Araghtschi. Der Iran werde weiterhin seine Souveränität über die Straße von Hormus verteidigen.
Ölpreise steigen deutlich
Die Blockade hat unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Ölmärkte. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent stieg um über fünf Prozent auf 87,50 US-Dollar. Analysten warnen vor weiteren Steigerungen, falls die Blockade länger andauert. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl: Rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs werden durch diese Meerenge transportiert.
Internationale Reaktionen und Ausblick
Die internationale Gemeinschaft reagiert besorgt. Die EU rief beide Seiten zur Deeskalation auf. Die USA betonen, die Blockade diene dem Schutz der Schifffahrt und der Durchsetzung von Sanktionen. Der Iran kündigte Gegenmaßnahmen an, ohne diese jedoch zu konkretisieren. Die Lage bleibt angespannt, und die nächsten Tage könnten über den weiteren Verlauf des Konflikts entscheiden.



