Trump knüpft Atomdeal mit Saudi-Arabien an Annäherung an Israel
Trump: Atomdeal mit Saudi-Arabien an Israel gebunden

US-Präsident Donald Trump hat den geplanten Atomdeal mit Saudi-Arabien überraschend an eine Bedingung geknüpft: Der Golfstaat müsse seine Beziehungen zu Israel normalisieren. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, Saudi-Arabien müsse den „hoch angesehenen und erfolgreichen Abraham-Abkommen“ beitreten, um von einem Atomabkommen profitieren zu können.

Abraham-Abkommen als Vorbild

Die Abraham-Abkommen, die während Trumps erster Amtszeit zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan geschlossen wurden, gelten als einer der größten außenpolitischen Erfolge des ehemaligen Präsidenten. Trump betonte, dass diese Abkommen zu einer „neuen Ära des Friedens und der Zusammenarbeit im Nahen Osten“ geführt hätten. Saudi-Arabien, als einflussreichster arabischer Staat, könnte durch einen Beitritt weitere Stabilität in die Region bringen.

Atomdeal als Druckmittel

Die Verhandlungen über ein ziviles Atomabkommen mit Saudi-Arabien laufen seit Monaten. Die USA bieten dem Königshaus dabei technologische Unterstützung beim Bau von Kernkraftwerken an, im Gegenzug für Sicherheitsgarantien und die Einhaltung von Nichtverbreitungsstandards. Trumps überraschende Forderung könnte jedoch die Gespräche erschweren. Bisher hatte Saudi-Arabien eine Normalisierung mit Israel stets an die Schaffung eines palästinensischen Staates geknüpft. Der Kronprinz Mohammed bin Salman zeigte sich zwar zuletzt offener für eine Annäherung, aber die Bedingungen sind weiterhin komplex.

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Reaktionen aus der Region

Aus Israel kamen positive Signale. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem „historischen Schritt“ und lobte Trumps Weitsicht. Die palästinensische Autonomiebehörde hingegen kritisierte die Forderung scharf. Ein Sprecher warnte, dass eine Normalisierung ohne eine Lösung des Palästinenserproblems den Frieden in der Region gefährden würde. Auch der Iran zeigte sich alarmiert: Eine Annäherung zwischen Saudi-Arabien und Israel könnte das Machtgefüge im Nahen Osten massiv verändern.

Auswirkungen auf die Region

Sollte Saudi-Arabien tatsächlich die Bedingungen erfüllen, könnte dies weitreichende Folgen haben. Ein Beitritt zu den Abraham-Abkommen würde nicht nur die Beziehungen zu Israel verbessern, sondern auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Sicherheitskooperationen fördern. Experten sehen darin eine Chance, den Einfluss des Irans einzudämmen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob das saudische Königshaus bereit ist, die von Trump gestellte Bedingung zu akzeptieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Deal zustande kommt oder an der neuen Hürde scheitert.

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