Iran-Krieg: Trump über Netanjahu – Risse im Verhältnis
Trump: Netanjahu will USA im Iran involviert halten

US-Präsident Donald Trump hat offen gelegt, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versucht, die USA von einem Rückzug aus dem Iran-Krieg abzuhalten. „Bibi möchte, dass ich involviert bleibe“, sagte Trump dem Sender Fox News. Die Aussage unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen den Verbündeten, da Israel auf eine Fortsetzung des Krieges drängt, während Trump auf eine diplomatische Lösung setzt.

Oman unterbreitet Iran Vorschlag für die Straße von Hormus

Der Oman hat dem Iran einem Insider zufolge einen Vorschlag für einen gemeinsamen regionalen Mechanismus zur Verwaltung der Straße von Hormus unterbreitet. Das Modell sieht freiwillige Gebühren von Nutzern der Meerenge vor, ähnlich wie bei der Straße von Malakka in Südostasien. Der Vorschlag werde von Staaten der Nahost-Region unterstützt, so der Insider.

USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon an

Vertreter Israels und des Libanons wollen sich laut US-Regierungskreisen zwischen dem 4. und 6. August erneut in Rom treffen, um über die vollständige Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens zu diskutieren. Ein Beamter des US-Außenministeriums erklärte, dies umfasse die Ausweitung der Pilotzonen, die Lösung offener Grenzfragen und die Ausarbeitung eines umfassenden Friedensabkommens. Vergangene Woche waren in drei südlibanesischen Ortschaften Pilotzonen eingerichtet worden, in denen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen sollen.

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Weitere Hinrichtungen nach Protesten im Iran

Im Iran sind im Zuge einer Hinrichtungswelle abermals zwei Männer exekutiert worden, die im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres verurteilt worden waren. Ihnen wurde laut der Justiz nahestehenden Nachrichtenagentur Misan vorgeworfen, an der Ermordung von Polizeibeamten in Isfahan beteiligt gewesen zu sein.

UN-Menschenrechtskommissar fordert israelischen Abzug aus Libanon

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat Israel aufgefordert, sich aus dem Süden des Libanon zurückzuziehen und die Zerstörung von Häusern einzustellen. Die großflächige Zerstörung ziviler Gebäude werfe erhebliche Fragen nach der Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf, sagte Türk der AP.

Trump spielt russische Hilfe für Iran herunter

Trump hat Berichte über russische Unterstützung für den Iran im Krieg heruntergespielt. Falls Moskau Teheran Satellitenbilder amerikanischer Stützpunkte zur Verfügung stelle, habe dies offenbar wenig bewirkt, sagte Trump an Bord der Air Force One. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, Russland biete dem Iran solche Aufnahmen an.

Ölpreis fällt nach US-Angriffspause – Trump spricht von guten Gesprächen

Nach einer 13-tägigen Serie von US-Luftangriffen auf den Iran haben die USA eine Pause eingelegt, was den Ölpreis deutlich fallen ließ. Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligte sich um 8,2 Prozent auf etwa 92 US-Dollar je Barrel. Trump sprach von „guten Gesprächen“ mit dem Iran und einer „guten Chance“ auf ein Abkommen. Zugleich drohte er mit einem „harten militärischen Vorgehen“, falls die Diplomatie scheitert. Der Iran dementierte jedoch, um Gespräche gebeten zu haben: „Berichte, wonach der Iran Verhandlungen mit den USA wünscht, sind erfunden“, sagte Außenamtssprecher Esmail Baghaei.

Nach Angaben von Vermittlern unter Führung Katars und Pakistans gibt es Fortschritte bei den Bemühungen, eine vorläufige Waffenruhe wiederherzustellen. Ein regionaler Vertreter bezeichnete die Fortschritte als erheblich.

Pakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive im Iran

Mehr als fünf Monate nach Kriegsbeginn halten pakistanische Geheimdienste eine limitierte US-Bodenoffensive für immer wahrscheinlicher. Die Bewertung stütze sich auf militärische Beobachtungen, erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen in Islamabad.

Pentagon verschiebt Kriegsopfer in neue Verlustkategorie

Das US-Verteidigungsministerium hat die offizielle Statistik zu eigenen Verlusten geändert. Vier getötete Soldaten und Dutzende Verwundete wurden in eine neue Kategorie „Overseas Operations“ verschoben. Ein US-Regierungsvertreter erklärte der AP, die tatsächliche Zahl der Verwundeten liege bei über 500.

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Iran: US-Angriffe treffen Wasserversorgung

Nach jüngsten US-Luftangriffen sind im Süden des Iran 18 Einrichtungen der Wasserversorgung beschädigt worden, darunter zehn vollständig zerstörte Meerwasserentsalzungsanlagen. Eine Anlage auf der Insel Gheschm war Anfang Juli außer Betrieb gesetzt worden, was die Wasserversorgung von rund 120.000 Menschen beeinträchtigte.

Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa strebt unterdessen ein Sicherheitsabkommen mit Israel an, das einen umfassenden Frieden ermöglichen könnte, ohne jedoch den Anspruch auf die Golanhöhen aufzugeben.