US-Zölle: Trump stellt Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada infrage
Trump stellt USMCA-Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada infrage

US-Präsident Donald Trump hat das Freihandelsabkommen der USA mit Kanada und Mexiko (USMCA) infrage gestellt. Er kündigte an, die automatische Verlängerung des Abkommens nicht zu unterstützen. Damit drohen monatelange oder jahrelange Neuverhandlungen, insbesondere über die Automobilindustrie. Die Frist für eine 16-jährige Verlängerung endet am 1. Juli. Ohne Verlängerung tritt das Abkommen in jährliche Überprüfungsrunden ein, bleibt aber bis zu zehn Jahre in Kraft, solange kein Land austritt. Trump begründete seine Entscheidung mit einer klaren Machtposition: „Wir brauchen nichts, was Kanada oder Mexiko hat – aber die brauchen alles, was wir haben.“

USA schlagen 25-Prozent-Zoll auf Brasilienimporte vor

Die US-Regierung hat Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Brasilien vorgeschlagen. Zur Begründung hieß es in Washington, die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt verwende unangemessene Handelspraktiken, die den US-Handel belasteten. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zeigte sich empört und machte Senator Flávio Bolsonaro, Sohn des Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, für die Entscheidung verantwortlich.

Trump verringert Zölle auf Metallprodukte

Trump unterzeichnete eine Verordnung zur Senkung der Zölle auf bestimmte Kupfer-, Aluminium- und Eisenimporte. Für landwirtschaftliche Geräte sinken die Zölle von 25 auf 15 Prozent. Für bewegliche Industrieausrüstung wie Bulldozer und Gabelstapler gilt künftig ein Zollsatz von 15 Prozent, wenn sie aus Ländern mit Handelsabkommen importiert werden. Ausländische Unternehmen können einen ermäßigten Satz von zehn Prozent erhalten, wenn mindestens 85 Prozent des Gewichts aus US-Stahl oder -Aluminium bestehen. Die Änderungen gelten bis zum 31. Dezember 2027.

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US-Finanzminister: Keine Eile bei China-Handelsabkommen

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, eine Verlängerung des im November auslaufenden Handelsabkommens mit China sei nicht eilig. Es gebe im Jahresverlauf ausreichend Gelegenheiten für eine Erneuerung. Bessent geht davon aus, dass Peking eine Rückkehr zu US-Zöllen von etwa 20 Prozent akzeptieren werde, sofern diese nicht weiter steigen. Weitere Details sollen vor einem für September geplanten Besuch von Chinas Präsident Xi Jinping in Washington geklärt werden.

EU einigt sich auf vollständige Umsetzung von Zolldeal mit den USA

Die EU hat sich auf die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zolldeals mit den USA geeinigt. Vertreter der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments verständigten sich darauf, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen, wie die zyprische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

US-Berufungsgericht setzt Trumps weltweite Zölle vorerst wieder in Kraft

Ein US-Berufungsgericht hat die von Trump verhängten weltweiten Zölle von zehn Prozent für mehrere Kläger vorerst wieder in Kraft gesetzt. Es setzte eine Entscheidung aus der Vorwoche aus, die die Abgaben für unzulässig erklärt hatte. Betroffen sind zwei Unternehmen und der Bundesstaat Washington. Die Kläger haben sieben Tage Zeit, sich gegen die Aussetzung zu wehren. Die Zölle waren im Februar in Kraft getreten und laufen im Juli aus, sofern der Kongress sie nicht verlängert.

Trump will „Good Deals“ aus Peking mitbringen

Trump kündigte vor seiner China-Reise an, von Xi Jinping „mit einer großen, dicken Umarmung“ empfangen zu werden. Der Iran-Krieg und Handelsquerelen könnten den Besuch jedoch weniger überschwänglich machen. Experten erwarten, dass China alles tun werde, um Trump zufriedenzustellen, aber die Rollen hätten sich verschoben, da Xi Trump nun besser verstehe und die USA China als nahezu gleichwertigen Partner anerkennen.

Trump setzt Frist für Umsetzung von Zolldeal und droht EU

Im Zollstreit mit der EU setzte Trump eine Frist für die Umsetzung der Handelsvereinbarung. Sollte die EU nicht bis zum 4. Juli ihren Teil erfüllen, würden die Zölle „leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen“, teilte er auf Truth Social mit.

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Bundesregierung hofft auf Verständigung zu US-Autozöllen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hofft auf eine Verständigung mit den USA zu den angedrohten Autozöllen. Die Branche sei von großer Bedeutung für Deutschland. BMW-Aufsichtsratsvorsitzender Nicolas Peter sieht die EU in der Verantwortung: „Die EU muss endlich ihren Teil der Abmachungen umsetzen.“ Bundeskanzler Friedrich Merz betonte den Wunsch nach Planungssicherheit.

Macron hält Zollstreit für Zeitverschwendung

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kritisierte Trumps Zolldrohungen. „Verbündete wie die USA und die EU haben viel Besseres zu tun, als Drohungen der Destabilisierung zu entfesseln“, sagte er. Er hoffe, dass sich die Vernunft durchsetze.

Von der Leyen: Abkommen ist Abkommen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mahnte die USA zur Einhaltung des Zolldeals. „Ein Abkommen ist ein Abkommen.“ Man sei auf jedes Szenario vorbereitet. Sie betonte, die EU sei in der Schlussphase der Umsetzung, während die USA noch Verpflichtungen hätten.

Weber will über US-Zolldeal im EU-Parlament abstimmen lassen

EVP-Chef Manfred Weber fordert eine schnelle Bestätigung des Zollabkommens. Die Sozialdemokraten zögerten. Gebe es kein klares Signal, werde er das Abkommen in der nächsten Plenarsitzung zur Abstimmung stellen.

SPD plädiert für Digitalsteuern als Gegenmaßnahme

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, forderte harte Gegenmaßnahmen. Eine Digitalsteuer für US-Techkonzerne wie Meta, Google oder Amazon wäre „geeignet“. Er warnte, die Zölle träfen die deutsche Schlüsselindustrie empfindlich.

DIW-Chef Fratzscher fordert Gegenzölle der EU

DIW-Präsident Marcel Fratzscher rief die EU zu einer harten Gegenreaktion auf. „Trump ist innenpolitisch schwach, daher ist dies der Zeitpunkt, um mit Gegenzöllen und Besteuerung von US-Tech-Unternehmen Nachteile auszugleichen.“

Ifo-Präsident Fuest warnt vor Rezession in Deutschland

ifo-Präsident Clemens Fuest warnte, falls ein neuer Handelskrieg ausbreche, drohe Deutschland 2026 eine Rezession. Die Zollerhöhungen träfen die Autoindustrie in einer ohnehin schwierigen Lage.

Experte: US-Autozölle treffen vor allem deutsche Hersteller

Laut Center Automotive Research könnten die Zölle von 25 Prozent auf Neuwagen aus der EU für die deutsche Autoproduktion jährliche Zusatzbelastungen von rund 2,5 Milliarden Euro bringen. CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer sieht Deutschland im Fokus. Mercedes und BMW hätten durch US-Produktionsstätten einen gewissen Schutz, während Porsche und Audi stärker betroffen seien.

DIHK: Andere Partnerschaften ausbauen

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier forderte den Ausbau anderer Partnerschaften, etwa durch das Mercosur-Abkommen. Die EU müsse geschlossen auftreten und klarstellen, dass einseitige Eskalationen nicht ohne Reaktion blieben.

Ökonomen warnen vor Konsequenzen – Südekum rät zu Zurückhaltung

IfW-Präsident Moritz Schularick warnte vor substanziellen Effekten auf das deutsche Wachstum. Handelsexperte Julian Hinz schätzt Produktionsverluste auf fast 15 Milliarden Euro kurzfristig, langfristig bis zu 30 Milliarden Euro. Jens Südekum, Chefberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, riet zunächst zur Zurückhaltung, da Trump Zollandrohungen oft schnell wieder aussetze.

EU droht mit Gegenmaßnahmen

Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte, man behalte sich alle Optionen vor, um die Interessen der EU zu schützen, falls die USA Maßnahmen ergreifen, die dem gemeinsamen Handelsabkommen widersprechen. Die EU setze ihre Verpflichtungen um und halte die US-Regierung auf dem Laufenden.

DIW-Präsident: Berlin und Brüssel müssen Trump Paroli bieten

Fratzsche forderte, die Bundesregierung und die EU-Kommission müssten endlich Rückgrat zeigen. Trumps Nutzung des stetigen Nachgebens als Schwäche räche sich nun.

VDA zu Trumps Zollankündigung: Abkommen einhalten

VDA-Präsidentin Hildegard Müller kritisierte die Zollankündigung als schwerwiegende Belastung der transatlantischen Beziehungen. Die Kosten seien enorm. Das Handelsabkommen müsse von beiden Seiten eingehalten werden; die EU müsse ihren Teil umsetzen.

EU-Handelspolitiker: EU muss entschlossen reagieren

Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im EU-Parlament, verurteilte Trumps Schritt als unzuverlässig. Die EU müsse mit äußerster Klarheit und Entschlossenheit reagieren. Die USA hätten die Vereinbarung wiederholt gebrochen.

Trump: Zölle auf Autos und Lastwagen steigen auf 25 Prozent

Trump kündigte an, die Zölle auf Autos und Lastwagen aus der EU ab nächster Woche auf 25 Prozent zu erhöhen. Er begründete dies mit dem Vorwurf, die EU halte sich nicht an das Handelsabkommen.

„Zu Ehren“ des Königspaars: Trump will Whisky-Zölle aufheben

Trump kündigte an, „zu Ehren“ des britischen Königspaars schottischen Whisky von Zöllen auszunehmen. Nach einem Staatsbesuch von König Charles III. und Königin Camilla in den USA schrieb er auf Truth Social, er werde Zölle und Beschränkungen für Whisky aufheben.