Trumps Zeitdruck im Iran-Deal
US-Präsident Donald Trump (80) hat sich mit seiner Ankündigung eines baldigen Friedensabkommens mit dem Iran in eine schwierige Lage manövriert. Er will das Abkommen noch an seinem 80. Geburtstag, einem Sonntag, unterzeichnen und die Straße von Hormus öffnen. Doch Teheran könnte ihn vor den Augen der Welt blamieren.
Iranische Revolutionsgarden dementieren Einigung
Die iranischen Revolutionsgarden haben eine Einigung bereits dementiert und kritisieren Trumps „ungewöhnliches Beharren“ auf dem Sonntag. Auf Telegram schrieben sie, sein Beharren könne von dem Wunsch getrieben sein, den Anlass symbolisch zu nutzen und zu einem persönlichen PR-Ereignis zu machen. In Teheran fanden von der Führung gesteuerte Anti-Deal-Demonstrationen statt, bei denen Demonstranten dem Außenminister den Tod für den Deal wünschten.
Trumps voller Terminkalender
Trump hat nicht nur seinen Geburtstag mit internationalen Gästen und einem UFC-Kampf vor dem Weißen Haus geplant. Am Montag reist er zum G7-Treffen nach Frankreich, wo es um den Iran-Krieg, den Ukraine-Krieg, die Weltkonjunktur und KI-Nutzung geht. Um zu verhindern, dass Trump vorzeitig abreist, hat Frankreichs Präsident Macron (48) ihn zu einem fürstlichen Abendessen im Schloss Versailles eingeladen – Trump hat zugesagt.
Elektronische Unterschrift möglich
Das Weiße Haus hat eine elektronische Unterschrift für ein virtuelles Treffen mit den Iranern angekündigt, da die Zeit für persönliches Erscheinen fehlt. Auch Vize-Präsident JD Vance (41) kann nicht einspringen, da einer der beiden während Trumps Frankreich-Reise in den USA bleiben muss. Trump läuft die Zeit davon.



