Die US-Regierung hat neue Importzölle gegen 60 Handelspartner angekündigt, darunter auch Länder aus der Europäischen Union. Die Abgaben betragen 10 beziehungsweise 12,5 Prozent und treten laut dem Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer in Kürze in Kraft.
Hintergrund der Zölle
Als Begründung nannten die US-Behörden angeblich unzureichende Maßnahmen gegen Zwangsarbeit. Die betroffenen Produkte variieren je nach Land; für die EU sind bestimmte Warenkategorien erfasst. Greer erklärte, die Maßnahmen seien notwendig, um unfaire Handelspraktiken zu bekämpfen und die US-Wirtschaft zu schützen.
Auswirkungen auf den Welthandel
Die Zölle treffen ein breites Spektrum von Staaten, von Entwicklungsländern bis zu Industrienationen. Analysten erwarten erhebliche Auswirkungen auf globale Lieferketten und Preise. Die EU-Kommission kündigte bereits an, die Maßnahmen zu prüfen und mögliche Gegenmaßnahmen vorzubereiten. „Wir bedauern diese einseitigen Schritte der USA und werden alle Optionen prüfen, um die Interessen europäischer Unternehmen zu verteidigen“, sagte ein Sprecher der EU-Handelskommissarin.
Reaktionen aus Deutschland
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zeigte sich besorgt: „Die US-Zölle sind ein schwerer Schlag für den freien Welthandel. Wir setzen auf Dialog, aber schließen Gegenmaßnahmen nicht aus.“ Deutsche Exporteure, insbesondere in der Automobil- und Maschinenbauindustrie, fürchten Umsatzeinbußen. Der Außenhandelsverband BGA warnte vor einem Handelskrieg, der alle Seiten schädigen würde.
Die genauen Produktlisten und das Datum des Inkrafttretens sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Betroffene Unternehmen bereiten sich bereits auf höhere Kosten und mögliche Lieferengpässe vor.



