Es gibt weiterhin gute Gründe, sich vor der militärischen und wirtschaftlichen Supermacht USA zu fürchten. Dennoch mehren sich die Anzeichen, dass sowohl Gegner als auch enge Verbündete der USA zunehmend widerständiger werden. Der Iran ignoriert Trumps Forderungen, Israel handelt entgegen öffentlicher Anweisungen aus Washington. Wie lässt sich dieser Trend erklären?
Ursachen für den wachsenden Widerstand
Laut Sicherheitsforscher Peter Neumann liegt die Ursache weniger in Amerikas schwindender Macht als vielmehr in Trumps unberechenbarer Diplomatie. Die sprunghafte und oft widersprüchliche Außenpolitik der USA untergrabe das Vertrauen der Verbündeten und ermutige Gegner, eigene Wege zu gehen.
Reaktionen aus Iran, Israel und Europa
Der Iran hat sich mehrfach über US-Sanktionen hinweggesetzt und verfolgt weiterhin sein Atomprogramm. Israel wiederum weitet Siedlungsbauten aus, obwohl die USA dies kritisieren. Auch europäische Staaten zeigen sich zunehmend selbstbewusst, etwa in Handelsfragen oder beim Umgang mit dem Iran-Abkommen.
Die USA bleiben zwar eine Supermacht, doch ihre Fähigkeit, andere Staaten zu lenken, schwindet. Trump selbst trägt durch seinen Führungsstil dazu bei, dass die einstige Hegemonialmacht an Einfluss verliert. Die Frage ist, ob dieser Trend nachhaltig ist oder nur eine vorübergehende Erscheinung unter Trump.



