Ukraine-Krieg: IWF gibt 690 Mio. Dollar frei – Russland greift Gasanlagen an
Ukraine: IWF gibt 690 Mio. Dollar – Russland greift Gasanlagen an

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die sofortige Auszahlung von rund 690 Millionen Dollar an die Ukraine freigegeben. Der IWF-Vorstand habe eine Überprüfung des Finanzierungsprogramms für das Land abgeschlossen, teilte der Fonds mit. Die Ukraine habe trotz des Krieges ihre Finanzstabilität aufrechterhalten können, die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich jedoch eingetrübt. Gründe dafür seien vor allem die verstärkten russischen Angriffe auf die kritische Infrastruktur sowie indirekte Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten. Zudem habe sich die Umsetzung von Reformen verlangsamt. Die Ukraine wird mit einem Kreditprogramm in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar unterstützt. Mit der jüngsten Freigabe steigen die bisherigen Auszahlungen auf etwa 2,2 Milliarden Dollar.

Russland greift ukrainische Gasanlagen an

Russland hat den dritten Tag in Folge Gasförderanlagen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in der nordöstlichen Region Charkiw attackiert. Dies teilte das staatliche Unternehmen über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Angriff auf eine der Anlagen am Sonntag habe zu einem Teilausfall der Produktion geführt. Eine weitere Anlage sei bei einem Angriff am Montagmorgen beschädigt worden.

Inder bei russischem Angriff auf Schiff getötet

Bei einem Angriff auf ein aus dem südukrainischen Hafen Odessa auslaufendes Schiff sind nach Angaben der Regierung in Neu-Delhi vier Inder getötet worden. Ein weiterer liege im Krankenhaus und sei in kritischem Zustand, teilte das Außenministerium mit. Russland hat der ukrainischen Marine zufolge am Sonntag die „Golden Leo“ – ein unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrendes Schiff mit einer Besatzung aus Indien und Syrien – mit drei Marschflugkörpern angegriffen. „Indien verurteilt solche Angriffe und bekräftigt, dass das Angreifen von Handelsschiffen und das Gefährden unschuldiger ziviler Besatzungsmitglieder verwerflich ist“, erklärte das indische Außenministerium.

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Ukraine greift Moskau mit 400 Drohnen an

Die Ukraine hat in der Nacht nach russischen Angaben Moskau und die umliegende Region mit 400 Drohnen angegriffen. Dabei seien zwei Menschen verletzt und Gebäude in Brand gesetzt worden, teilten russische Behörden mit. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Sergej Sobjanin, erklärte, die meisten der feindlichen Drohnen seien bereits aus großer Entfernung unschädlich gemacht worden. 85 Drohnen seien beim Anflug auf Moskau zerstört worden. Dem Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, zufolge konzentrierten sich die Schäden auf die Bezirke Podolsk, Domodedowo und Odinzowo. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 381 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie dem Schwarzen und dem Asowschen Meer abgeschossen.

Fünf Tote bei russischem Angriff auf Frachtschiff

Bei einem russischen Angriff auf ein internationales Frachtschiff im Schwarzen Meer vor Odessa wurden ukrainischen Angaben zufolge mindestens fünf Besatzungsmitglieder getötet. Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff sei mit einer Ladung Mais aus dem Hafen ausgelaufen, erklärte Ministerpräsident Serhij Korezkyj. An Bord befanden sich demnach 17 Seeleute aus Indien und Syrien sowie ein Ukrainer. Acht Besatzungsmitglieder wurden gerettet, fünf weitere galten als vermisst. Der Frachter brannte am späten Abend noch immer.

Zahl der Todesopfer auf Frachtschiff verdoppelt

Nach dem russischen Angriff auf ein internationales Frachtschiff im Schwarzen Meer hat sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben verdoppelt. Nach neuen Erkenntnissen wurden zehn Menschen bei der Attacke vor Odessa getötet, wie die ukrainische Hafenbehörde mitteilte. An Bord befanden sich 17 Seeleute aus Indien und Syrien sowie ein Ukrainer. Acht Crew-Mitglieder konnten gerettet werden. Russland teilte unterdessen mit, bei Angriffen in der Nacht Treibstofflager im Hafen von Odessa getroffen zu haben.

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Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Schiffe

Ukrainische Drohnen haben nach Militärangaben in der Nacht sieben russische Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer getroffen. Unter den Zielen seien drei Tanker und vier Frachtschiffe gewesen, teilte der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf Telegram mit. Damit steige die Zahl der im Juli getroffenen Schiffe auf 183. Zudem meldete Browdi Angriffe auf sieben Umspannwerke auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim.

Fünf Zivilisten bei Drohnenangriff auf Bus in Belgorod getötet

Bei einem Drohnenangriff auf einen Bus in der russischen Grenzregion Belgorod sind russischen Angaben zufolge fünf Zivilisten getötet worden. Unter den Toten sei auch ein Minderjähriger, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, mit. Drei weitere Menschen befänden sich in einem kritischen Zustand. Russland wirft der Ukraine vor, den Angriff „absichtlich und zynisch“ ausgeführt zu haben. Eine Stellungnahme der Ukraine lag zunächst nicht vor.

Tote und Verletzte in Saporischschja

Bei einem russischen Luftangriff auf das südostukrainische Gebiet Saporischschja sind in der gleichnamigen Gebietshauptstadt mindestens zwei Menschen getötet worden. Mindestens 42 weitere wurden bei dem Angriff verletzt, darunter auch acht Kinder, wie der ukrainische Rettungsdienst in der Nacht auf Telegram mitteilte. Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte das russische Militär die Stadt mit Lenkbomben angegriffen. Dabei sei ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen worden, zwei Stockwerke wurden vollständig zerstört.

Ukraine greift russische Ölanlagen und Tanker an

Die Ukraine hat mit Drohnenangriffen nach eigenen Angaben mehrere Ziele der russischen Ölindustrie getroffen. In der Region Stawropol brachen nach Angaben von Gouverneur Wladimir Wladimirow mehrere Brände in Industrieanlagen aus. Medien berichteten von drei brennenden Öldepots. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine setze ihre Angriffe auf russische Ölanlagen fort. Auch nach seinen Angaben wurden drei Öldepots in der Region Stawropol sowie drei Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen.

Pipeline-Konsortium CPC stoppt Ölverladung

Nach Angriffen auf zwei Tanker vor der russischen Schwarzmeer-Küste hat das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) die Ölverladung dort ausgesetzt. Die Tanker „Asia“ und „Nissos Ios“ seien am Sonntag während des Ladevorgangs am Terminal attackiert worden, teilte das Konsortium mit. Der Tanker „Asia“ sei dabei in Brand geraten, das Feuer aber gelöscht worden. Es sei niemand verletzt worden, und es sei kein Öl ausgetreten. Das Konsortium machte keine Angaben dazu, wer für den Angriff verantwortlich sei.

Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist vom russischen Militär massiv mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Dutzende Explosionen waren in der Nacht im Zentrum der Stadt zu hören. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mindestens vier Stadtteilen. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert. Mindestens ein Mensch wurde getötet, elf weitere verletzt.

Selenskyj will Streit mit Polen beilegen

Nach dem diplomatischen Eklat um die Benennung einer ukrainischen Armeeeinheit nach einer historischen Partisanengruppe bemüht sich Präsident Wolodymyr Selenskyj um eine Entspannung der Beziehungen zu Polen. Er kündigte an, Untersuchungen zu Massakern an der polnischen Bevölkerung durch die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) im Zweiten Weltkrieg auszuweiten und Geheimdienstarchive zu öffnen. Zudem sollen die Bemühungen zur Exhumierung von Opfern verstärkt werden.