Ukraine beantragt UN-Sicherheitsratssitzung wegen russischer Angriffe im Schwarzen Meer
Ukraine ruft UN-Sicherheitsrat wegen Angriffen im Schwarzen Meer an

Die Ukraine hat dem geschäftsführenden Außenminister Andrij Sybiha zufolge wegen russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer eine Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat beantragt. Sybiha warf Russland in einem Post auf X vor, mindestens drei zivile Frachtschiffe in den vergangenen Tagen bombardiert zu haben. Er sprach von Dutzenden Toten und Verletzten in der Folge und warf Moskau vor, die globale Lebensmittelsicherheit zu gefährden. Beantragt sei die Sitzung für den 27. Juli.

Russische Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer

Bei einem russischen Angriff auf ein Schiff unter der Flagge von Guinea-Bissau starben zehn Matrosen. Russland attackiert zuletzt häufiger Öltanker und Frachtschiffe im Schwarzen Meer. Die Ukraine beklagt neben den Todesopfern den Verlust wertvoller Fracht wie Getreide. Das Land sieht die globale Lebensmittelsicherheit gefährdet, weshalb der UN-Sicherheitsrat sich einschalten müsse.

Vergleich mit Iran in der Straße von Hormus

So wie der Iran in der Straße von Hormus Wege zum Energietransport ins Visier nehme, ziele Russland im Schwarzen Meer auf globale Lebensmittelmärkte, schrieb Sybiha. Kein Schiff habe am Mittwoch den ukrainischen Seekorridor im Schwarzen Meer passiert, gab er an.

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Zuvor hatte das Infrastrukturministerium noch mitgeteilt, dass der ukrainische Seekorridor funktionsfähig bleibe und den Export ukrainischer Produkte und die Erfüllung internationaler Verträge gewährleiste. Der Seehafen Tschornomorsk und die anderen Häfen im Großraum Odessa würden weiterhin arbeiten, hieß es. Nur das Unternehmen Maersk habe seine Tätigkeiten an einem Terminal von Tschornomorsk vorübergehend eingestellt.

Seekrieg im Schwarzen Meer

In der Schwarzmeer-Region herrscht ein von Kiew selbst so bezeichneter Seekrieg. Dort gibt es schwere Gefechte zwischen den Kriegsparteien. Russland wirft der Ukraine vor, sich unter dem Deckmantel ziviler Schiffe Waffen und Rüstungsgüter für den Abwehrkampf im russischen Angriffskrieg liefern zu lassen.

Die ukrainischen Drohnenstreitkräfte gaben ihrerseits an, seit dem 6. Juli mehr als 190 russische Schiffe im Asowschen und im Schwarzen Meer getroffen zu haben. Die Ukraine will mit den Gegenangriffen in dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg Moskaus militärische Logistik stören. Von unabhängiger Seite sind die Angaben der Kriegsparteien nicht überprüfbar.

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