UN verurteilt Israels Angriffe in Gaza: 57 Tote in einer Woche
UN verurteilt Israels Angriffe: 57 Tote in Gaza

Bei einem israelischen Luftangriff in der Stadt Gaza sind am frühen Morgen sechs Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Der palästinensische Zivilschutz bestätigte, dass es sich um Mitglieder einer Familie handele. Das israelische Militär erklärte, man habe einen Terroristen getötet, der am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen sein soll und Geiseln in seiner Gewalt gehabt habe. Der Name des Getöteten stimmte jedoch nicht mit dem vom Zivilschutz genannten Opfer überein.

UN-Menschenrechtsbüro registriert 57 Tote in einer Woche

Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf verurteilte die jüngste Gewalt. Zwischen dem 13. und 20. Juli wurden mindestens 57 Todesfälle registriert, darunter sechs Kinder und acht Frauen. Insgesamt seien seit der im Oktober verkündeten Waffenruhe 1100 Menschen durch israelische Angriffe umgekommen, so palästinensische Behörden. Das UN-Büro hat 685 Fälle verifiziert, darunter 283 Frauen und Kinder.

Familie ausgelöscht

Bei Angriffen am 17. und 18. Juli in Gaza-Stadt, im Zentrum und Norden des Gazastreifens sowie in Chan Junis wurden mindestens 21 Palästinenser getötet, darunter vier Kinder und drei Frauen. In Gaza-Stadt kam eine ganze Familie ums Leben: Vater, Mutter und drei Geschwister im Alter von acht, 15 und 17 Jahren. Ein Sprecher des UN-Büros betonte, dass gezielte Angriffe auf Zivilisten nach internationalem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen seien.

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Zwei weitere Tote bei Nuseirat

Bei einem weiteren Angriff nahe des Flüchtlingslagers Nuseirat wurden zwei Menschen getötet. Das israelische Militär äußerte sich dazu nicht. Das UN-Büro forderte andere Staaten auf, auf die Einhaltung der Waffenruhe zu dringen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. „Die Verstöße, das Leid und das Elend, die den Palästinensern im Gazastreifen weiterhin zugefügt werden, dürfen nicht ignoriert werden“, sagte der Sprecher.

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