USA kündigen neue Zölle gegen 60 Handelspartner an – auch EU betroffen
USA kündigen Zölle gegen 60 Handelspartner an

Die US-Regierung hat neue Zölle auf Einfuhren aus 60 Handelspartnern angekündigt, darunter auch Produkte aus der Europäischen Union. Die Abgaben betragen 10 beziehungsweise 12,5 Prozent und werden mit angeblich unzureichenden Maßnahmen gegen Zwangsarbeit begründet.

Details der neuen US-Zölle

Das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer teilte mit, dass die Zölle auf bestimmte Waren aus den betroffenen Ländern erhoben werden. Die EU ist direkt betroffen, da einige ihrer Produkte unter die neuen Abgaben fallen. Die genauen Produktkategorien wurden zunächst nicht im Detail genannt.

Hintergrund: Vorwürfe der Zwangsarbeit

Die USA werfen den betroffenen Handelspartnern vor, nicht ausreichend gegen Zwangsarbeit vorzugehen. Dies ist Teil einer umfassenderen US-Politik, die darauf abzielt, Arbeitsstandards in globalen Lieferketten durchzusetzen. Die neuen Zölle sind die jüngste Maßnahme in einer Reihe von Handelsbeschränkungen, die Washington in den letzten Jahren verhängt hat.

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Ein Sprecher des US-Handelsbeauftragten betonte: „Die Vereinigten Staaten werden nicht zulassen, dass Produkte, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden, auf unseren Markt gelangen. Diese Zölle sind ein notwendiger Schritt, um gegen unfaire Handelspraktiken vorzugehen.“

Auswirkungen auf die EU und andere Länder

Die Europäische Union kritisierte die Ankündigung scharf. Ein EU-Sprecher erklärte, man werde die Maßnahmen prüfen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen ergreifen. Die neuen Zölle könnten den transatlantischen Handelskonflikt weiter verschärfen, der bereits durch frühere US-Zölle auf Stahl und Aluminium belastet ist.

Neben der EU sind auch andere große Handelspartner wie China, Indien und mehrere südamerikanische Länder betroffen. Die betroffenen Länder haben bislang unterschiedlich reagiert: Während einige Verhandlungen anstreben, drohen andere mit Vergeltungszöllen.

Wirtschaftliche Folgen

Experten erwarten, dass die Zölle die Preise für importierte Waren in den USA erhöhen und die Lieferketten belasten könnten. Die US-Regierung argumentiert jedoch, dass die Maßnahmen langfristig zu faireren Handelsbedingungen führen würden. Die Ankündigung erfolgte am heutigen Tag und sorgte bereits für Reaktionen an den Finanzmärkten.

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