Prinz Harry reist in dieser Woche nach London und wollte erstmals seit Jahren wieder im Buckingham-Palast übernachten. Doch daraus wird nun nichts: Der Palast zog das Angebot zurück, nachdem Harrys Team es zunächst angenommen hatte. Grund sei eine nicht eingehaltene Frist, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.
Widersprüchliche Angaben und Enttäuschung
Am frühen Morgen hatte Harrys Team laut Medienberichten verkündet, der Prinz werde während seines Aufenthalts im Buckingham-Palast wohnen. Wenig später dementierte der Palast. Ein Sprecher Harrys bezeichnete den Vorgang der BBC zufolge als „enttäuschend“. Es sei „unklar, warum das Unterkunftsangebot, nachdem es formell angenommen worden war, nun im letzten Moment zurückgezogen wurde“.
Hintergrund: Bespitzelungsprozess und Sicherheitsstreit
Eine Rolle spielen offenbar Bedenken wegen der bevorstehenden Entscheidung im Bespitzelungsprozess gegen den Verlag der „Daily Mail“ am Dienstag. Harry und andere Prominente werfen den Reportern illegale Recherchemethoden vor. Zudem gibt es einen Streit um den Polizeischutz für Harry und seine Familie in Großbritannien.
Bereits im Juni hatte König Charles III. Harry angeboten, während des Aufenthalts in einer royalen Residenz zu wohnen. Ursprünglich plante Harry, auch seine Frau Meghan und die Kinder Archie und Lilibet mitzubringen. Dies ist jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken vom Tisch. Ob die Familie später nachkommt, ist unklar.
Anlass des Besuchs und Hintergrund
Harry reist zu mehreren Terminen, darunter Feierlichkeiten zu den Invictus Games für kriegsversehrte Veteranen. Seit 2020 haben Harry und Meghan sich von ihren royalen Pflichten losgesagt und leben in Kalifornien. Das Verhältnis zur Königsfamilie gilt als zerrüttet, doch Harry hatte im vergangenen Jahr den Wunsch nach Aussöhnung geäußert.
Bei früheren Besuchen lehnte Harry es ab, im Buckingham-Palast zu wohnen. Er betonte immer wieder, seine Familie wegen Sicherheitsbedenken nicht nach Großbritannien bringen zu wollen.



