Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat in einem satirischen Interview des ZDF-Formats „heute-show extra – Next Stop Köster“ das Völkerrecht mit der Straßenverkehrsordnung verglichen. Auf die Frage des Reporters und Comedians Fabian Köster, ob das Völkerrecht an realpolitische Grenzen stoße, antwortete Wadephul: „Ja, wenn man ehrlich ist, ja. Das ist so.“ Er führte weiter aus: „Aber man kenne das mit Rechtsordnung. Wenn Sie mal an sich denken im Straßenverkehr, haben Sie das immer alles 100 Prozent eingehalten?“
Vergleich mit Tempolimit
Wadephul zog einen konkreten Vergleich: In einer geschlossenen Ortschaft dürfe man laut Gesetz nur 50 Kilometer pro Stunde fahren, dennoch würden manche schneller fahren. „So ist das auch im Völkerrecht. Es ist im Grunde das Gleiche. Damit muss man umgehen“, sagte der Außenminister. Rechtsordnungen seien da, um Orientierung zu geben, aber sie würden nie dogmatisch 100 Prozent eingehalten.
Hintergrund: US-Angriff auf Venezuela
Köster hatte zuvor angesprochen, dass Wadephul sowie Kanzler Friedrich Merz (CDU) die rechtliche Einordnung des US-Angriffs auf Venezuela als „komplex“ bezeichnet hatten. Dazu erklärte der Außenminister: „Die Einordnung insgesamt ist komplex, rechtlich geht's vielleicht einfacher, aber ich muss auch andere Dinge bedenken.“
Satirisches Format
Der Reporter und Comedian Fabian Köster wurde durch die „heute show“ einem breiten Publikum bekannt, wo er als Außenreporter Politiker satirisch interviewt. Im Format „heute-show extra – Next Stop Köster“ spricht Köster in einer Aufzug-Kulisse ausführlich mit Spitzenpolitikern, wobei die Interviewführung auch hier satirisch angehaucht ist. Mitunter geht es um relevante aktuelle politische Themen.



