WM 2026 in USA: Fußball-Fest statt Sommermärchen? Imagewandel durch Sport
WM 2026: Kann Fußball das Image der USA retten?

Nach den umstrittenen Turnieren in Russland 2018 und Katar 2022, die als Sportswashing und Ausdruck der FIFA-Korruption galten, stand die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bereits vor der Eröffnung im Schatten einer neuen Skandal-WM. Doch die Stimmung hat sich gewandelt: Statt eines erwarteten Sommermärchens erleben die USA eine positive Überraschung, wie die Friedensforscherin Nicole Deitelhoff in einer Kolumne beschreibt.

Ungewohnte Begeisterung trotz politischer Spannungen

Die Welt hatte das Schlimmste befürchtet – nicht zuletzt wegen der Politik von Präsident Donald Trump. Doch die WM entwickelte sich zu einem Fest des Fußballs, das die Menschen zusammenbringt. „Die Stimmung ist besser, als viele erwartet haben“, so Deitelhoff. Die Spiele ziehen nicht nur eingefleischte Fans an, sondern auch viele, die dem Sport sonst fernstehen.

Sport als Instrument der Imagepflege

Deitelhoff betont, dass Großereignisse wie die WM die Wahrnehmung eines Landes nachhaltig prägen können. „Sport kann Brücken bauen und Vorurteile abbauen“, erklärt sie. In den USA zeigt sich dies durch eine gesteigerte internationale Sympathie, die über den Sport hinauswirkt. Laut Umfragen hat sich das Image der USA bei ausländischen Besuchern während des Turniers verbessert.

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Herausforderungen und Chancen

Trotz der positiven Entwicklung bleiben Herausforderungen: Sicherheitsbedenken, logistische Probleme und die politische Polarisierung im Land. Dennoch sehen Experten die WM als Chance, das Bild der USA als gastfreundliches und weltoffenes Land zu stärken. „Wenn es gelingt, diese Begeisterung nachhaltig zu nutzen, könnte die WM tatsächlich das Image der USA retten“, so Deitelhoff.

Fazit: Mehr als nur ein Spiel

Die WM 2026 in den USA zeigt, dass Sport weit mehr als Unterhaltung sein kann. Sie bietet die Möglichkeit, internationale Beziehungen zu verbessern und nationale Identitäten zu formen. Ob dieser Effekt anhält, hängt jedoch davon ab, wie die USA die gewonnene Sympathie in politisches und gesellschaftliches Kapital ummünzen.

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