Südamerikas Fußball-Präsident Alejandro Domínguez hat seine Forderung nach einer erneuten Aufstockung des Teilnehmerfeldes bei der Weltmeisterschaft 2030 bekräftigt. „Das nächste Spiel findet zu Hause statt!“, schrieb der Chef des südamerikanischen Kontinentalverbandes Conmebol auf der Plattform X. „2030 steht die Weltmeisterschaft in Uruguay, Argentinien und Paraguay an – eine großartige Gelegenheit für den Fußball, das hundertjährige Jubiläum der Weltmeisterschaft mit einem Turnier mit 64 Mannschaften zu feiern.“
Hintergrund der Debatte
Die Diskussion um eine Vergrößerung des Teilnehmerfeldes war durch FIFA-Präsident Gianni Infantino während der am Sonntag zu Ende gegangenen WM entfacht worden. Infantino hatte erklärt, man solle „auf jeden Fall“ nach der WM über eine Aufstockung nachdenken. „Die ganze Welt muss von der WM träumen dürfen, nicht nur Europa und Südamerika“, so Infantino. Bereits das jüngste Turnier in den USA, Mexiko und Kanada war von 32 auf 48 Mannschaften aufgestockt worden.
Geplante Austragung 2030
Die WM 2030 soll in sechs Ländern stattfinden. In Südamerika sind Uruguay, Argentinien und Paraguay als Gastgeber vorgesehen. Uruguay war bereits Austragungsort der ersten WM im Jahr 1930, die damals mit 13 Mannschaften ausgetragen wurde. In Uruguay (Montevideo), Argentinien (Buenos Aires) und Paraguay (Asunción) sollen die Auftaktspiele stattfinden. Danach soll der Großteil des Turniers in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen werden. Die Endrunde ist vom 8. Juni bis 21. Juli 2030 geplant, was mit 44 Tagen die längste WM der Geschichte wäre.
Reaktionen und Ausblick
Domínguez‘ Vorstoß stößt auf geteilte Meinungen. Während Befürworter eine größere globale Beteiligung begrüßen, warnen Kritiker vor einer Überdehnung des Turniers und sinkender sportlicher Qualität. Die FIFA hat noch keine offizielle Entscheidung getroffen. Experten erwarten eine kontroverse Diskussion auf dem nächsten FIFA-Kongress. Mit 64 Teams würde die WM mehr als doppelt so viele Teilnehmer haben wie noch 2022 in Katar.



