Während des WM-Halbfinales zwischen Frankreich und Spanien am Dienstagabend wurde FIFA-Präsident Gianni Infantino auf der Tribüne von den Fans mit einem beispiellosen Pfeifkonzert und Buhrufen empfangen. Bereits bei seiner Einblendung auf den Stadion-Leinwänden setzte ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert ein, das während des gesamten Spiels immer wieder aufflammte. Die Reaktion der Zuschauer war so laut und anhaltend, dass sie zeitweise die Spielgeräusche übertönte.
Organisierter Protest gegen Infantino
Nach Angaben von Augenzeugen handelte es sich um einen organisierten Protest, der sich gegen die umstrittene Führung des FIFA-Chefs richtete. Viele Fans kritisierten die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs und die Entscheidungen Infantinos, insbesondere die Vergabe der WM an Länder mit fragwürdigen Menschenrechtsbilanzen. Ein Fan aus Frankreich sagte: „Er zerstört unseren Sport. Wir wollen ihn hier nicht sehen.“
Infantino reagiert nicht öffentlich
Der 56-jährige Schweizer zeigte während des Spiels keine sichtbare Reaktion auf die Buhrufe. Er verfolgte die Partie konzentriert und unterhielt sich mit seinem Nachbarn. Eine offizielle Stellungnahme Infantinos oder der FIFA zu dem Vorfall gab es zunächst nicht.
Bereits frühere Proteste
Dies ist nicht das erste Mal, dass Infantino bei einer WM ausgebuht wird. Bereits bei der Eröffnungsfeier der WM in Katar 2022 gab es Pfiffe gegen ihn. Die anhaltenden Proteste zeigen die anhaltende Unzufriedenheit vieler Fans mit der FIFA-Führung.
Das Spiel selbst endete mit einem 2:1-Sieg für Frankreich, das damit ins Finale einzog. Die Buhrufe gegen Infantino überschatteten jedoch teilweise die sportliche Leistung.



