Woidke fordert Aufholjagd bei Rüstungsindustrie
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich für eine verstärkte Ansiedlung von Rüstungsunternehmen in Ostdeutschland ausgesprochen. „Die Rüstungsindustrie in Nordrhein-Westfalen oder in Bayern hat viel mehr Arbeitsplätze als die in Ostdeutschland“, sagte Woidke der „Märkischen Allgemeinen“. In der ehemaligen DDR habe es diese Industrie im Wesentlichen nicht gegeben, weil die meisten Rüstungsgüter aus der damaligen Sowjetunion importiert worden seien. „Diesen Rückstand wollen wir aufholen.“
Der Regierungschef betonte, dass er „momentan keine roten Linien“ sehe, wenn es um die Ansiedlung von Rüstungsfirmen gehe. „Wir versuchen, möglichst Arbeitsplätze zu schaffen, die dauerhaft sind“, führte Woidke aus. In Brandenburg sollten laut seinen Vorstellungen Produkte hergestellt werden, die sowohl für die Bundeswehr relevant sind als auch exportiert werden können. Dies könnte nicht nur die regionale Wirtschaft stärken, sondern auch die Sicherheitspolitik Deutschlands unterstützen.
Hintergrund der Initiative
Woidke wirbt bereits seit längerem um Ansiedlungen aus der Rüstungsindustrie. Der Osten müsse in diesem Bereich aufholen, um wirtschaftlich gleichzuziehen. Die fehlende Rüstungsindustrie in der DDR sei ein historisches Erbe, das nun korrigiert werden müsse. Der Ministerpräsident sieht darin eine Chance für neue Arbeitsplätze und technologische Entwicklung in der Region.
Kritiker warnen hingegen vor einer zu starken Militarisierung der Wirtschaft. Woidke entgegnet jedoch, dass es um nachhaltige Arbeitsplätze gehe, die der gesamten Gesellschaft zugutekämen. Die genauen Pläne für die Ansiedlung sollen in den kommenden Monaten konkretisiert werden.



