Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin haben bei einem Treffen in Peking ihre enge Zusammenarbeit betont. Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte Xi, beide Länder hätten die strategische Zusammenarbeit „immer weiter vertieft“. Er warnte vor „einseitigen und hegemonialen Gegenströmungen“, was als Anspielung auf die USA gewertet wird.
Putin hob die Kooperation im Energiesektor hervor. Russland bleibe ein verlässlicher Rohstofflieferant, während China ein verantwortungsvoller Verbraucher sei. Xi forderte eine „vollständige Einstellung der Feindseligkeiten“ im Nahen Osten, um die Stabilität der Energieversorgung zu sichern.
Zum Ukraine-Krieg gab es nur zurückhaltende Äußerungen. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es, man unterstütze Bemühungen für einen langfristigen Frieden durch Verhandlungen. Russland lobte Chinas „objektive und unvoreingenommene Haltung“ und verwies auf die „ursprünglichen Ursachen der ukrainischen Krise“, wozu Moskau den angestrebten NATO-Beitritt Kiews zählt.
Bei der geplanten Gaspipeline „Kraft Sibiriens 2“ gab es Fortschritte, aber keine Einigung. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, es bestehe eine grundlegende Übereinkunft zu Trassenführung und Bauweise, jedoch kein Zeitplan. Die Pipeline soll von der Jamal-Halbinsel durch die Mongolei nach China führen und jährlich 50 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren.



